<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858</id><updated>2011-11-20T03:38:31.772-08:00</updated><category term='Spaziergang mit Gott'/><category term='Vater Unser'/><category term='nix tun'/><category term='Glaube'/><category term='Zufriedenheit'/><category term='Sachen packen'/><category term='Fehler machen'/><category term='Kindheit'/><category term='Wut'/><category term='Aus-Zeit'/><category term='Arbeit'/><category term='Bürokratie'/><category term='Tochter'/><category term='Urlaub'/><category term='Stress'/><category term='Lärm'/><category term='Sicherheit'/><category term='Apple'/><category term='Konsumverweigerung'/><category term='MAC'/><category term='Déjà-vu'/><category term='Lob'/><category term='Stopp-SChild'/><category term='Straßenverkehr'/><category term='Ahoi-Brause'/><category term='Konsum'/><category term='Täglich Brot'/><category term='Auto'/><category term='Hunde'/><category term='Ferien'/><category term='Himmel'/><category term='Was man braucht'/><category term='Formulare'/><category term='Kaufrausch'/><title type='text'>geistesgegenwärtig</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>28</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-7352784930290586757</id><published>2011-07-28T08:32:00.000-07:00</published><updated>2011-07-28T08:34:40.736-07:00</updated><title type='text'>Frühsommer!</title><content type='html'>Seit Wochen schon nur schönes Wetter! Sonne satt und keinen Regentropfen über fast 10 Wochen. Unbelievable! Alle Leute sind entspannt und gut drauf. Wirklich alle? Nein! Eine kleine Schar unbeugsamer Gärtner sehnt sich nach finsteren regenschweren Wolken, nassem Asphalt und schlammigen Gartenpfaden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle übrigen treiben serotoningesteuert durch den sonnigen Alltag. Deutschland bekommt plötzlich einen Hauch von mediterranem Lebensgefühl. Ein bisschen californian Dreaming in Rheinhessen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich muss schon sagen, Gott hat das prächtig eingerichtet – das mit der Hormonauschüttung bei Sonnenschein. Fast ein bisschen wie eine Gewinnausschüttung im Lotto. Kaum scheint die Sonne, sind die Menschen besser drauf. Man lächelt sich an und hat einfach gute Laune. Völlig grundlos. Schuld sind die Serotonine. Macht aber Spaß!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann sagen was man will: es lebt sich einfach angenehmer bei schönem Wetter. Blauer Himmel, grüne Wiesen und Weinberge, alles ist irgendwie schöner, wenn die Sonne scheint. Man kann hier und da schöne Aussichten genießen, denn die weibliche Schokoladenseite der Krönung der Schöpfung ist nicht mehr bis zur Unkenntlichkeit in dicke Klamotten verpackt. Es lebt sich wirklich besser im  Frühsommer. Meist ist es noch nicht so heiß und drückend wie im Hochsommer und die Erinnerung an die Winterkälte ist noch so präsent, dass man das Licht, die Wärme und das Aufblühen der Natur wirklich zu schätzen weiß. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Klar – Regen ist auch wichtig. Keine Frage. Aber um Regenwetter gut zu finden, muss man schon den Verstand bemühen und an all die Pflänzlein denken, die ja auch Durst haben, wie meine Mutter früher immer sagte. Wenn ich ehrlich bin, würde ich lieber ne Flasche Sprudel in die Erdbeeren kippen, als drei Tage Regenwetter zu erdulden. Lieber pumpe ich meiner Frau – die als begnadete Gärtnerin zur oben angeführten Minderheit gehört – dreimal die Woche mit der Handpumpe eine Regentonne voll mit Wasser, als dass ich mich nach dem typischen deutschen Sommer sehne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber zum Glück habe ich keinen Einfluss darauf. Egal, ob ich mich dran erfreue, oder ob ich dauernd übers Wetter schimpfe – ich muss es nehmen wie es kommt. Und das ist gut so, denn so wird mir klar, dass es immer noch eine ganze Menge Dinge gibt, die außerhalb menschlichter Machbarkeitsfantasien allein in der Hand dessen liegen, der die ganze Chose mit allem drum und dran und mir mittendrin einmal aus dem Nichts heraus werden lies. Das zeigt mir immer wieder deutlich, dass es einen gibt, der größer ist als alles was mit zustoßen kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-7352784930290586757?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/7352784930290586757/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2011/07/fruhsommer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/7352784930290586757'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/7352784930290586757'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2011/07/fruhsommer.html' title='Frühsommer!'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-7171822191396111710</id><published>2011-07-28T08:27:00.001-07:00</published><updated>2011-07-28T08:27:57.468-07:00</updated><title type='text'>Toleranz</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-826a-aIawNc/TjF_9vhYvII/AAAAAAAAAt8/2wh2Dc9LSmg/s1600/Haithabu_Nick.jpg" imageanchor="1" style="margin-left:1em; margin-right:1em"&gt;&lt;img border="0" height="337" width="400" src="http://2.bp.blogspot.com/-826a-aIawNc/TjF_9vhYvII/AAAAAAAAAt8/2wh2Dc9LSmg/s400/Haithabu_Nick.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er steht mitten in der frühmittelalterlichen Stadt Haithabu und blickt auf das Ufer der Schlei. Genauer gesagt das Ufer des Heddebyer Noors. Sein Blick schweift über reedgedeckte, lehmverputzte Häuser, die von Flechtzäunen umgeben sind. Zwischen den Häusern verlaufen Bohlenwege aus grob behauenen Eichenbohlen, die bereits leicht verwittert sind. Hinter ihm bearbeitet der Tischler der Siedlung mit kräftigen Axthieben eine Eichenbohle, um ein weiteres Stück Bohlenweg zu bauen. In die gleichmäßigen Geräusche der Axt mischen sich Vogelstimmen und das Rauschen der nahen Weiden. Schwalben fliegen in der Siedlung herum und bauen ihre Nester auch in den Häusern unter die Dächer. Hinter den Häusern sind kleine Gärten, in denen Gemüse und ein wenig Getreide wächst. Draussen vor den Flechtzäunen aber noch innerhalb des Ringwalls, der die Stadt umgibt, weiden kleine Kühe mit langem, lockigem Fell. Er blickt an sich hinunter und sieht das Gewand eines Handwerkers aus dem 11. Jahrhundert. Die Tunika aus grobem Leinen trägt sich sehr bequem und reicht ihm bis an die Knie. auf dem Kopf trägt er eine pryghische Kappe, die an eine Jacobinermütze erinnert. Statt einer Hose trägt er Beinlinge, die an einer Bruche – einer Art Unterhose – angebunden sind. Die Waden sind mit wollenen Beinwickeln umwickelt und die Füße stecken in einfachen, wendegenähten Lederschuhen. Alles ist richtig und echt. So, wie es vor fast 1000 Jahren auch gewesen sein könnte und er fühlt sich ganz eins mit seiner Umgebung. Bis plötzlich ein paar Menschen in moderner Kleidung mit Fotoapparaten um die Ecke biegen und die Bohlenwege bevölkern und ihn fragen, wo die nächste Toilette ist.   Der Besuch der ehemaligen Wikingerstadt Haithabu war für ihn einer der Höhepunkte seines Ostsee-Urlaubs. Am historischen Standort einer Wikingersiedlung, die zwischen dem 8. und dem 11. Jahrhundert eine der großen Handelsstädte im Norden war, hat man sieben Häuser samt Schiffsanleger rekonstruiert und neu aufgebaut. In dieser kleinen Siedlung herum zu laufen ist für jemanden, der so vom Mittelalter begeistert ist, wie er, eine ganz große Nummer.   Aber natürlich nicht in Klamotten aus dem 20. Jahrhundert. Das ist was für Touristen! Nein, das muss schon stilecht ablaufen. Also hat er ein Gewand aus dem Frühmittelalter ins Urlaubsgepäck geschmuggelt und mit ins Museumsdorf gebracht. Natürlich nicht ohne das Ganze vorher anzukündigen. Aber keiner aus der Familie hat so richtig geglaubt, dass er das auch durchziehen würde. Bis zum Schluss war seine Frau noch nicht so richtig davon überzeugt, dass er tatsächlich so weit gehen würde.   Wenn man mit jemandem verheiratet ist, der am hellichten Tag im 21. Jahrhundert zwischen vielen Touristen mit dem Outfit eines Handwerkers aus dem 11. Jahrhundert durch die Gegend marschiert, braucht man eine Riesenportion Toleranz. Soviel Toleranz kann man nur aufbringen, wenn man den Anderen sehr liebt oder wenn er einem total egal ist. Sie liebt ihn und sie weiß, dass er ihr zu Liebe auch als ganz normaler Tourist durch das Freilichtmuseum gelaufen wäre, wenn sie das von ihm verlangt hätte. Außerdem findet sie seine Art, Geschichte zu erleben … irgendwie romantisch.    Toleranz ist mehr, als den Anderen nur sein Ding machen lassen. Es bedeutet Verständnis für die Person zu haben obwohl man nicht immer versteht, was diese Person tut oder warum sie es tut. Vorausgesetzt naürlich, es handelt sich um harmlose Betätigungen. Sicherlich gibt es auch Dinge, die man nicht tolerieren muss oder kann. Aber oft sind es ja gerade die kleinen, albernen und unwichtigen Dinge, die das Fass zum überlaufen und Paare auseinander bringen.   Mit ein wenig mehr Toleranz macht man sich das Leben – auch als Paar – oft viel leichter. Manchmal muss man den Partner auch mal etwas machen lassen, was man selber doof oder uninteressant findet. Man kann sich nicht für das blamieren, was der Partner tut. Wer sich für seinen Partner schämt, sollte sich fragen, ob er den Anderen liebt oder nur kontrollieren will. Das hat viel mit Respekt und noch mehr mit Liebe zu tun. Und der Lohn wird Dankbarkeit sein.   Und das ist doch auch was – oder?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-7171822191396111710?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/7171822191396111710/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2011/07/toleranz_28.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/7171822191396111710'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/7171822191396111710'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2011/07/toleranz_28.html' title='Toleranz'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-826a-aIawNc/TjF_9vhYvII/AAAAAAAAAt8/2wh2Dc9LSmg/s72-c/Haithabu_Nick.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-25643117818232055</id><published>2011-07-28T08:25:00.001-07:00</published><updated>2011-07-28T08:25:54.667-07:00</updated><title type='text'>Man müsste mal was ganz verrücktes machen!</title><content type='html'>Irgendwie läuft alles gleich: aufstehen, waschen, Frühstück, Arbeit, irgendwas lesen, irgendwas fernsehen, irgendwann einschlafen. Irgendwie doof. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das kann’s doch nicht gewesen sein? Die Tage fließen so dahin zwischen interessanten Aufträgen, Familie und langweiligem Papierkram für’s Finanzamt? Auf jeden Fall müsste man noch mal was ganz verrücktes machen. Aber was? Den Motorradführerschein? Und dann wie all die graumelierten Schönwetter-Rocker am Wochenende durch die Landschaft cruisen und Rehe erschrecken? Nee. Das ist mir zu doof. Das machen auch schon zu viele. Irgendwie auch zu normal. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Weltreise? Das wäre natürlich cool. Einfach mal ein Jahr raus aus der Tretmühle und was Neues erleben. Neue Menschen kennenlernen, neue Eindrücke sammeln und die ausgebrannten Brennstäbe wieder aufladen. Ich bin dann mal weg. Leider sagt mir ein kurzer Blick auf mein Konto, dass meine Weltreise vermutlich kurz hinter Wanne-Eikel enden würde. Die Stimme der Vernunft, die sich gelegentlich bei mir meldet, teilt mir mit, dass meine Kunden während meiner Reise ganz sicher die Konkurrenz anbaggern werden und ich mir nach einem Jahr Abwesenheit  auf dem Rückweg vom Bahnhof gleich den Harz-4-Antrag mitnehmen kann. Auch wenn ich nicht gerne auf die Stimme der Vernunft höre – die Argumente sind nicht von der Hand zu weisen. Was bleibt da noch? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich könnte mich endlich als der Rock-n-Roller outen, der schon ich schon immer bin. Tief in mir drin. Ich könnte mich einer Band anschließen, durch rauchige Clubs touren und jede Nacht die Sau rauslassen. Leider war der Trash-Metal-Kurs bei der örtlichen VHS bereits belegt und meine zwei Blues-Riffs auf der Mundharmonika sind auch nicht abendfüllend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder eine Zeitreise? Ich könnte eine Zeitreise machen. Geschichte hat mich ja schon immer fasziniert. Spüren, wie es sich wohl anfühlte, im Mittelalter zu leben. Ein altes Handwerk lernen, dass es heute gar nicht mehr gibt. Die Kleidung tragen und mit Werkzeugen und Waffen hantieren, ähnlich denen, die die Menschen damals benutzten. Am offenen Feuer kochen, in zugigen Zelten aus Naturmaterial  wohnen. Das klingt zwar völlig gaga, aber genau das macht auch den Reiz aus. Es hätte nichts mit all dem zu tun, was mich tagtäglich umtreibt. Man könnte sicherlich voll gut abschalten. Und dann wäre da noch  die ernsthafte Auseinandersetzung mit einer Epoche. Quellen und Belege suchen. Bücher lesen. Den Alltag der Menschen im Mittelalter auf eigene Faust erforschen und dann nacherleben. Ich könnte versuchen, Replikate von Fundstücken anzufertigen oder Gegenstände, die auf Gemälden dieser Zeit abgebildet werden nachbauen. Ich könnte die Sachen in Museen und Schulen vorführen. Das ist es! Das ist interessant, etwas ganz anderes und ziemlich bekloppt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gibt es außer mir überhaupt noch irgendjemanden , der so was verrücktes macht?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-25643117818232055?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/25643117818232055/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2011/07/man-musste-mal-was-ganz-verrucktes.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/25643117818232055'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/25643117818232055'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2011/07/man-musste-mal-was-ganz-verrucktes.html' title='Man müsste mal was ganz verrücktes machen!'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-704734830323893099</id><published>2011-02-16T11:14:00.000-08:00</published><updated>2011-02-16T11:19:02.403-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vater Unser'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Glaube'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sicherheit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Täglich Brot'/><title type='text'>Unser täglich Brot…</title><content type='html'>„Unser täglich Brot …“ ein Teil aus dem Vater Unser. Dieses Gebet sprechen viele Christen häufig und den meisten geht es ganz locker über die Lippen. Ich kenne niemanden, der nicht täglich zumindest ein Stück Brot bekommen kann. Meist steht auch Wurst und Käse oder Marmelade und Nutella auf dem Tisch. Und „in der allergrößten Not schmeckt die Wurscht auch ohne Brot!“ Was soll dieses Gebet also heue noch, wo man einfach in den nächsten Laden laufen und sich so viel zu essen kaufen kann, wie man möchte?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für mich und meine Familie hat diese Bitte seit geraumer Zeit eine ganz besondere Bedeutung. Ich musste mich vor einigen Jahren selbstständig machen, weil mein Arbeitsplatz gestrichen wurde. Als Selbstständiger im künstlerischen Bereich lebt man quasi von der Hand in den Mund, denn ich kann heute nicht sagen, ob ich im nächsten oder übernächsten Monat noch genug Aufträge habe, unser „tägliches Brot“ und alles was sonst noch dazu gehört um unser kleines Familienunternehmen am Laufen zu halten, zu finanzieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz plötzlich bekommt ein scheinbar banales Tischgebet eine ganz neue Dimension. Indem wir täglich um das bitten, was wir an diesem Tag brauchen, gestehen wir uns auch ein, dass wir es nicht in der Hand haben, unser tägliches Brot zu garantieren. Niemand weiß, was morgen ist. Das einzig Sichere im Leben ist, die Unsicherheit. Es gibt so viele Faktoren, die unser Leben, unsere Existenz beeinflussen. Nur die wenigsten davon können wir selbst bestimmen. Wirtschaftliche und politische Einflüsse können „bombensichere“ Jobs über Nacht verschwinden lassen. Eine unerwartete Krankheit kann die Erwerbsfähigkeit von heute auf morgen beenden. Dazu kommen noch selbst verursachte Desaster wie Schulden, Scheidung oder ähnliches. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir bilden uns ein, alles in der Hand zu haben und sichern uns mit Verträgen und lächerlichen Konstruktionen ab, die uns nur wieder in neue Abhängigkeiten stürzen. Dabei gaukeln wir uns vor, wir wären unkaputtbar und uns würde schon nichts passieren. Ganz tief im Hinterkopf – kurz vor der Hirnschale – ist uns in Wirklichkeit klar, dass wir uns eigentlich nur belügen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine Panik! Ich will hier nicht Angst und Schrecken verbreiten! Eher das Gegenteil. Auch wenn ich selbst glaubte, ich könnte nicht mit der Unsicherheit leben, die zur Selbstständigkeit dazu gehört, weiß ich es nun besser. Die Anerkennung der Tatsache, dass unser Leben gerade nicht abgesichert ist und dass wir dazu auch gar nicht wirklich im Stande sind, kann zu einer neuen Lebenshaltung führen, die uns innerlich frei macht. Angstfrei. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich gebe zu, ich schaffe das nicht immer. Manchmal holt mich die Angst ein, wenn das Telefon still ist und ich nicht weiß, ob ich in zwei Monaten noch Aufträge haben werde. Aber dann erinnere ich mich an die zurückliegende Zeit und dann sehe ich, dass Gott uns in dieser ganzen Zeit der Selbstständigkeit bisher immer alles gegeben hat, was wir zum Leben brauchten. Mein Leitspruch stammt aus Psalm 103: „Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir konnten keine Reichtümer anhäufen und nicht mal viel auf die berühmte „hohe Kante“ legen.  Immer wenn mal ein finanzielles Polster da ist, dann geht irgendetwas kaputt und schon ist das schöne Sicherheitspolster wieder weg. Aber immerhin hatten wir bisher in solchen Situationen immer das Geld, um den Schaden reparieren zu lassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gott gibt uns das was wir brauchen. Das hat er uns zugesagt. Er hat nicht versprochen uns reich zu machen. Zumindest nicht materiell. Denn dann würden wir ihn ganz schnell vergessen und uns selbst auf die Schulter klopfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gott hat kein Interesse daran, die, die ihm vertrauen in die Pfanne zu hauen. Davon bin ich ganz fest überzeugt. Und deshalb will ich auch in Zukunft ganz bewusst um unser tägliches Brot bitten und darauf vertrauen, dass er für uns sorgt und die Weichen so stellt, dass wir auch weiterhin alles haben, was wir zum Leben brauchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann will ich natürlich meinen Teil dazu beitragen und meinen Job so gut machen wie ich kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-704734830323893099?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/704734830323893099/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2011/02/unser-taglich-brot.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/704734830323893099'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/704734830323893099'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2011/02/unser-taglich-brot.html' title='Unser täglich Brot…'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-3126751265379076469</id><published>2011-02-16T10:50:00.000-08:00</published><updated>2011-02-17T09:21:24.319-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='MAC'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Konsum'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Apple'/><title type='text'>Die Sache mit dem Apfel</title><content type='html'>Schon seit einiger Zeit trug ich mich mit dem Gedanken, mir einen neuen Computer für mein Büro anzuschaffen. Natürlich nicht irgendeinen Computer. Nein, es sollte schon etwas besonderes sein. Die Krone der Schöpfung unter den Personal Computern. Ein Apple Mac! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich arbeite seit vielen Jahren mit diesen Computern und deshalb habe ich eigentlich nie ernsthaft darüber nachgedacht, mir einen PC von der Stange zu kaufen. Weniger wegen der Technik, viel mehr wegen des desaströsen Betriebssystems und noch mehr weil es einfach eine Glaubenssache ist. Und bei Glaubenssachen sind Argumente nicht immer maßgeblich. Und die von Bill Gates schon gar nicht. Ich bin ja auch noch nie auf die Idee gekommen, katholisch zu werden. Auch wenn ich unter den großen christlichen Betriebssystemen keines für besser oder schlechter als das andere halte, vertraue ich auch hier doch lieber auf meine gewohnte protestantische Umgebung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe also mal ganz vorsichtig einen Vorstoß bei der vernünftigsten Ehefrau von allen gewagt: „Schatz, in spätestens 1-2 Jahren brauch ich echt 'nen neuen Rechner und den alten muss ich unbedingt aufrüsten. Der geht mittlerweile voll in die Knie und das Aufrüsten ist auch nicht billig undsoweiterundsofort. Sie hat kurz unseren Kontostand vor ihrem inneren Auge vorüberziehen lassen und ist dann meinem Hundeblick erlegen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wieder hat sie JA gesagt und es war fast so schön wie vor 24 Jahren.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt sitze ich hier vor diesem Wunderwerk der Technik – einem funkelnagelneuen, bildschönen und unglaublich fantastischen iMac mit dem größten aller 27"-Bildschirme. So hell wie die Sonne! Anfangs habe ich mich ihm ehrfürchtig mit einer Sonnenbrille genähert – bis ich die Taste zur Helligkeitsregulierung fand und ihn auf meinen unwürdigen User-Maßstab herunterdimmen konnte. Wie schön er ist!! Schmacht! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das neue Betriebsystem macht seinem Namen alle Ehre: Snow-Leopard (oder Snouleppad – wie die Macianer liebevoll sagen)! Schön, schnell und … unvergleichlich – zumindest, was Betriebssysteme anbelangt. Wer will schon gegen einen Schneeleopard antreten? Ein Pinguin oder ein offenes Fenster?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;O.k. – vielleicht übertreibe ich ja. Vielleicht hätte ich nicht in Wimbledon-Manier auf Knien durchs Büro rutschen müssen, die Fäuste in die Luft gereckt, laut „Ja“, „Ja“, „Ja“ brüllend. Vielleicht war das übertrieben. Und vielleicht können nur eingefleischte Mac-User diesen dämlich glückseligen verklärten Blick verstehen, mit dem ich das riiiiiiiiieeesengroße Paket betrachtete – andächtig  versunken in das Bild auf der Verpackung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hab mich eigentlich immer für einen saucoolen Antimaterialisten gehalten, der nichts auf Statussymbole gibt und ganz bewusst mit seinem total verdreckten Opel Astra am Nachbarn vorbeifährt, wenn der mal wieder seinen BMW auf Hochglanz poliert. Mit schwarzen Jeans auf Armani-Events rumlaufen und die Marken-Junkies bemitleiden. Gerade weil ich ja weiß, dass es auf ganz andere Dinge ankommt als alles, was diese Konsum-Gesellschaft uns prophezeien kann. Ja ich weiß – alles, was man an Besitz anhäufen kann bleibt letztlich hier zurück und wird verrotten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiß ich ja alles. Aber was soll ich sagen – ich bin ein schwacher Mann und das Logo meines Macs ist nicht umsonst ein angebissener Apfel …&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-3126751265379076469?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/3126751265379076469/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2011/02/die-sache-mit-dem-apfel.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/3126751265379076469'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/3126751265379076469'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2011/02/die-sache-mit-dem-apfel.html' title='Die Sache mit dem Apfel'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-2998391417927129336</id><published>2011-02-16T10:22:00.000-08:00</published><updated>2011-02-16T10:27:39.191-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bürokratie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Formulare'/><title type='text'>Von der Wiege bis zur Bahre – Formulare, Formulare</title><content type='html'>Ich gehöre zur schweigenden Mehrheit derer, die Formulare hassen. O.K. – es mag ja für Behörden praktisch sein, Daten mittels vorgefertigten Fragebögen abzufragen. Aber nicht für mich, der ich mich durch diese Hochburgen der Unverständlichkeit quälen muss. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und im Zeitalter des Internets wird die Sache nicht leichter. Da gibt es mittlerweile ganze Studiengänge, die sich mit der möglichst benutzerfreundlichen Gestaltung von Benutzeroberflächen beschäftigen, aber 99,9% aller im Internet befindlichen Formulare wurden nicht nach den Gesichtspunkten der Benutzerfreundlichkeit, sondern eher als Challenge gestaltet. Neudeutsch für Wettbewerb oder auch Herausforderung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht muss man das Ausfüllen interaktiver Formulare wirklich als sportliche Herausforderung nehmen. Besonders dann, wenn diese Systeme nicht funktionieren, man in eine widersinnige Schleife gerät oder das System die (korrekt) eingegebenen PINs, TANs und Passwords nicht akzeptiert. Früher ist man beim Ausfüllen höchstens mal in die falsche Spalte gerutscht. Kein Problem. Man konnte streichen und neu eintragen. Heute wird man für einen Fehleintrag mit einem Rausschmiss aus dem System bestraft und darf alle bis dahin eingegebenen Daten nochmals neu eintippen. Natürlich passiert so was immer erst ganz am Ende eines Formulars. Am besten auf Seite 15 von 15. Also bemühe ich mich, alles ganz genau so zu machen, wie es das doofe System vom mir verlangt. Das braucht Zeit. Alles will nochmals genau nachkontrolliert werden. So zum Beispiel das völlig unübersichtliche Buchungsformular des Billig-Fliegers. Aber ich schaffe es und als ich dann endlich auf der letzten Seite die allerletzten Eingaben machen will, wirft mich das System wegen Zeitüberschreitung raus. Jetzt auch noch auf Zeit oder was?! Nicht genug, dass man sich als Bürokratiegegner freiwillig durch endlose Formulare quälen muss – jetzt auch noch im Kampf gegen die Stoppuhr?!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich vermute, dass am anderen Ende der Leitung irgendein IT-Inquisitor sitzt, der seinen persönlichen Dschihad gegen alle User ausficht. Und sobald so ein unwürdiger Tastenquäler ausnahmsweise mal schneller ist als geplant, dann greift er zur Zeitüberschreitungskeule und haut diesen Wurm aus dem System. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder sind gar keine Menschen mehr an diesem Prozess beteiligt? Ist es nun doch schon so weit, dass die Maschinen die Macht übernehmen und uns Humanoiden knechten wollen? Ich hatte mir die Maschinen, die die Welt übernehmen wollen nicht so fantasielos vorgestellt. Eher so als Roboter und Cyborgs, die uns brutal knechten. Oder virtuelle Fieslinge wie bei Matrix. Aber das ist wohl eine menschlich-romantische Vorstellung. In Wahrheit werden wir nicht von Robotern, sondern von sich selbst generierenden Internetformularen geknechtet, die uns vorgaukeln, ganz einfach zu sein, die tatsächlich aber mit Schleifen, Blockaden und Stoppuhren gespickt sind. Automatische TAN-Generatoren, die nicht funktionieren und somit nur WUT, aber keine TAN generieren. ELSTER-Formulare, die mit 50stelligen Sicherheitsschlüsseln gesichert sind, aber dann die Zertifizierung nicht akzeptieren. Formulare zur Flug-Buchung, die so verzwickt und unübersichtlich gestaltet sind, dass man zwar irgendwann den Flug gebucht hat, den man auch haben wollte, gleichzeitig aber auch 3 Mietwagen und 5 Koffersets, die man eigentlich nicht haben wollte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das alles ist Teil eines großen Plans. Man will uns weich kochen und fängt bei den grauen Zellen an. Eines Tages werden wir so abgestumpft sein, dass wir völlig willenlos jedes Formular von vorn bis hinten komplett ausfüllen. Und zwar mit korrekten Angaben! Dann werden wir langsam durchsichtig und ehe wir es bemerken, haben wir uns in gläserne Menschen verwandelt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber das sind natürlich nur Hirngespinste. Verschwörungstheorien eines von Verwaltungs-Phobien geplagten Internet-Users. Ich geh mal online und check meinen Kontostand. Wo hab ich noch gleich die TAN-Liste hingelegt?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-2998391417927129336?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/2998391417927129336/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2011/02/von-der-wiege-bis-zur-bahre-formulare_16.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/2998391417927129336'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/2998391417927129336'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2011/02/von-der-wiege-bis-zur-bahre-formulare_16.html' title='Von der Wiege bis zur Bahre – Formulare, Formulare'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-766764062089593796</id><published>2011-02-16T10:19:00.000-08:00</published><updated>2011-02-16T10:22:09.002-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='nix tun'/><title type='text'>Endlich mal nix tun</title><content type='html'>Boah – war das mal wieder hektisch vor Weihnachten. Und das, obwohl ich mir ja mal wieder ganz fest vorgenommen hatte, diesmal nun wirklich die Adventszeit so richtig bewusst zu erleben. War aber nix mit Besinnung. Ich bin eher so wie immer ziemlich besinnungslos durch die Adventszeit gestolpert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber jetzt. Endlich. Urlaub. Dolce vita. Süßes Nichtstun. Als erstes mal den Turbo raus und den Müßig-Gang rein. Runterschalten. Den Bogen mal nicht überspannen sondern entspannen. Keine Termine, keine Anrufe, kein garnix. Ich darf „einfach nur dasitzen“. &lt;br /&gt;Nix machen. Nix denken. Cool. Es gibt Menschen, die behaupten, das könnten nur Männer wirklich gut. Nix denken. Böse Zungen behaupten sogar, manche Männer könnten nur das. Ist aber Quatsch! Denk ich mal. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und jetzt sitz ich da und mache einfach mal nichts. Schon seit 10 Minuten. Echt irre. Ein interessantes Gefühl.  – Jetzt sind’s schon 13 Minuten. So langsam wird’s langweilig. Toll! Dass muss so sein. Nach neuesten Erkenntnissen kann Langeweile ein Quell der Kreativität sein. Man kommt auf die unmöglichsten Ideen, wenn man nur so dasitzt und nix denkt. Manchen fallen ganze Bücher ein, wenn es ihnen so richtig langweilig ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber das wäre ja schon wieder produktiv. Will ich ja nicht. Ich will ja mal endlich so richtig nix tun. Nix lesen, nix zeichnen, nix entwerfen, nix bereden, nix schreiben …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;… ups!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-766764062089593796?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/766764062089593796/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2011/02/endlich-mal-nix-tun.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/766764062089593796'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/766764062089593796'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2011/02/endlich-mal-nix-tun.html' title='Endlich mal nix tun'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-1894563927099044672</id><published>2010-09-06T11:08:00.000-07:00</published><updated>2010-09-16T14:02:49.727-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Hunde'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lärm'/><title type='text'>Was tun, wenn der beste Freund nervt?</title><content type='html'>Hunde helfen bei der Drogenfahndung, Hunde finden verschüttete Menschen, Hunde helfen behinderten Menschen. Alles ganz fantastische Fähigkeiten, die der Hund vielen anderen Tieren (z.B. der Katze) voraus hat. Aber der beste Freund des Menschen kann manchmal auch tierisch nerven. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wohne ich einer ziemlich kleinen Straße. Auf gefühlten 80 Metern leben seit einiger Zeit SIEBEN Hunde. Und das bei nicht mal 15 Einfamilienhäusern. Früher dachte ich eigentlich, dass ich Hunde mag – heute weiß ich es besser. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: grundsätzlich habe ich gar nichts gegen Hunde. Aber sie machen es mir zunehmend schwer, sie zu mögen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besonders die Hunde in unserer Straße – denn sie hassen sich offenbar. Wann immer einer von Ihnen den Hof verlässt und durch die Straße läuft, klinken alle anderen völlig aus hinter ihren hohen Hoftoren. Ich glaube fast, sie hassen sie es, wenn IRGENDJEMAND durch die Straße läuft. Sobald sich jemand  in unserer Straße bewegt, bricht ein ohrenbetäubender Radau los. Das Orchester reicht vom stakkatohaften Gekläffe kleiner Wadenbeisser über das monotone Dauergebell eines Cockers bis zum tiefen Bass der großen Hunde. Und es klingt nicht nach der kleinen Nachtmusik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind vor über 20 Jahren aus der Stadt aufs Dorf gezogen, damit unsere Kinder in Ruhe und Frieden aufwachsen können und nicht in dem Lärm und der Hektik der Stadt. O.K. – unsere Kinder sind inzwischen alle groß geworden und bisher war Hundegebell in diesem Ausmaß kein Thema. Vermutlich haben die Hunde 20 Jahre irgendwo gewartet, bis sie ihren Masterplan in Angriff nahmen, sich in unserer Straße zusammenzurotten, um mein Nervenkostüm in Fetzen zu bellen. Ich arbeite zu Haus und im Sommer gern bei offener Bürotür. Aber in letzter Zeit muss ich immer öfter bei Telefonaten die Tür schließen, denn meine Kunden dachten schon, dass ich während des Gesprächs von einer Horde Hunde angefallen werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weil etliche Hundebesitzer leider nicht wissen, wie man Hunde erzieht, gibt es mittlerweile Hundetrainer, von denen einige schon zu Fernsehstars geworden sind. Diese Hundeflüsterer flüstern dann den Herrchen und Frauchen, was sie tun müssen, damit Hundi aufs Wort hört. Denn das funktioniert vorher leider oft nicht. Besonders, wenn Herrchen nicht nur ein, sondern viele Worte macht. Immer wieder gerne gesehen folgende Situation: zwei Hundehalter treffen aufeinander, die Tiere liegen sofort im Clinch und die Herrchen oder Frauchen hüpfen – hektisch Befehle schreiend – im Veitstanz drumherum. Ich freue mich schon immer, wenn ich mal einen Hundebesitzer mit einem gut erzogenen Hund treffe. In solchen Fällen denke jedes Mal: „Na also – es geht doch“. &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Glücklicherweise sind die nervtötenden Hunde nicht überall. Es gibt noch Refugien ohne Gewinsel, Gekläff und Gekreisch. Dort kann ich aufatmen und all den anderen Tieren lauschen, die es auch noch gibt. (Übrigens kommunizieren die meisten Tiere in unserer Region wesentlich leiser als der gemeine Hauswolf in seinen sämtlichen Ausprägungen.) Hier wurde mir auch klar, warum es neben ganz normalen, gut erzogenen Hunden auch die extrem nervigen Exemplare gibt und ein ganzes Rudel davon ausgerechnet in unserer Straße: weil ich die Momente ohne Hundegeheul, Gekläffe, Gewinsel und Gebell sonst als etwas ganz normales abtun würde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das sind sie weiß Gott nicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-1894563927099044672?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/1894563927099044672/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2010/09/was-tun-wenn-der-beste-freund-nervt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/1894563927099044672'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/1894563927099044672'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2010/09/was-tun-wenn-der-beste-freund-nervt.html' title='Was tun, wenn der beste Freund nervt?'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-2264648053614211452</id><published>2010-02-07T11:38:00.000-08:00</published><updated>2010-02-07T11:44:58.803-08:00</updated><title type='text'>Klettergarten</title><content type='html'>Ein paar Tage Urlaub im Sauerland. Wandern mit der Großfamilie. Das ist normalerweise ein Stoff für einen Slapstick-Film oder für ein Drama – je nach Ausrichtung der Familie. Nicht so bei meiner Familie. Es war ein wunderbar erholsames Wochenende mit einigen nicht zu anstrengenden Wander-Einlagen und gutem Essen. Bis jemand auf die Idee kam, einen Klettergarten zu besuchen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Klettergarten? Kein Problem! Klingt nach Abenteuer. Supi! Als wir dann an der Kasse standen, und ich sah, wie ein paar Verrückte in gefühlten 20 Metern Höhe zwischen den Bäumen herumturnten, da war bei mir irgendwie Schluss mit Lustig. Aber als cooler Papa kann man sich ja keine Blöße geben und vor der ganzen Familie schon gar nicht. Also habe ich erst mal ganz cool allen den Vortritt gelassen und mich als Schlussmann eingereiht. Nach dem Motto „der Jugend den Vortritt lassen und die Sache dann mit der nötigen Ruhe und Erfahrung des Alters angehen“. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuerst gab’s eine Einführung in die Klettergurte, die jeder anlegen musste. Eine drahtige junge Dame erläuterte die Funktionen des Sicherheitsgeschirrs und half beim anlegen. Cool! Dachte ich. Von so einer hübschen jungen Dame lässt du dir gerne mal ins Geschirr helfen. Aber als sie dann meine Gurte mit einem beherzten Ruck festzurrte, war ich doch froh, dass die Familienplanung abgeschlossen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es folgte eine Einführung in die Kletterstationen und ein Training in der Handhabung der Karabinerhaken und des Seilbahn-Gerätes, dass jeder bei sich führte. Glücklicherweise fand diese Einführung auf einer Art Übungsparcour statt, so dass ich meinen Adrenalinspiegel noch locker unter Kontrolle hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeder hatte 2 Karabiner am Gurt, von denen immer mindestens einer an einem der Stahlseile, die das Terrain Netzartig überspannten, eingeklinkt sein sollte. Man war also ständig damit beschäftigt, sich ein- oder auszuklinken. Nachdem wir das ausgiebig geübt hatten und ich mehrere Male an verschiedenen Stahlseilen über Kreuz eingeklinkt war, bedauerte ich nun doch, den VHS-Kurs für Entfesselungskünstler nicht belegt zu haben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleich im Anschluss wartete die nächste Hürde. Wir übten den Einsatz unseres Seilbahn-Gerätes. Das ist ein kleines Metallkästchen mit zwei Rollen, dass man auf dem Stahlseil platziert, so dass die Rollen auf dem Stahlseil liegen. Nun einfach in den Klettergurt setzen und sich von der Plattform abstoßen. Dann sollte man wie eine Seilbahn zur nächsten Plattform gleiten. So hatte man es uns erklärt. Es sei alles ganz einfach und es könne nichts dabei passieren. EINFACH hatte sie gesagt. Mag sein, dass es einfach ist, wenn man noch jung ist. Aber mit zunehmendem Alter fällt es immer schwerer loszulassen. Und allein darauf kam es an: LOSLASSEN. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, das hier würde auf eine geistliche Erfahrung hinaus laufen. „Lass los, du kannst nicht tiefer fallen als in Gottes Hand, er hält dich, dir kann nichts passieren, vertraue ihm“. SEEEHR LUSTIG!! Sonntags im Gottesdienst klingt das alles wunderbar. Aber hier oben im Übungsparcour hört sich das gaaanz anders an! Man lässt nicht einfach alles sausen, was man sich in seinem langen Leben aufgebaut hat. Auch wenn die Plattform noch so klein ist. Von wegen „du stellst meine Füße auf weiten Raum“. Hier oben war kaum Platz für ordentliche Männerfüße mit Schuhgröße 45. Irgendwann habe ich es doch gewagt und wurde mit einer atemberaubenden Fahrt  von einem Baum zum nächsten belohnt. „Füße voraus und am Stamm abstoßen“ wurde uns noch hinterher gerufen. Kurz bevor ich mein Fahrgestell ausfahren konnte, bohrten sich meine Kniescheiben mit krachendem Geräusch in die Borke der Kiefer, die mein nächstes Zielobjekt war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kaum hatte ich den Schmerz veratmet, da ging es auch schon weiter. Wir sollten uns an einem lianenähnlichen Seil festmachen und mit diesem wie einst Tarzan von der gerade erst lieb gewonnenen Kiefer zur nächsten schwingen. Und wieder war LOSLASSEN das Zauberwort. Nachdem ich etwa 25mal hin und her pendelte und meine Kurzmeditation übers Loslassen und Festhalten beendet hatte, riefen mich ungeduldig drängelnde Teenager wieder in die Realität zurück. Es würde mir wohl nicht anderes übrig bleiben – ich würde die Liane verlassen müssen. Übrigens war ich mal unglücklich in ein Mädchen verliebt, dass Liane hieß. Die konnte ich auch nicht loslassen. Wieso fällt mir das gerade jetzt wieder ein? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diesmal jedoch war alles anders. Todesmutig ließ ich los und wollte gerade das Netz am gegenüberliegenden Baum ergreifen, als mich mein Karabiner mit einem jähen Ruck daran erinnerte, dass er immer noch an dem Lianenseil eingeklinkt war. Ich also wieder zurück und neuen Anlauf genommen. Mittlerweile machte mir das hin- und herschwingen richtig Spaß. Ich hatte es scheinbar endlich begriffen: nur wer loslassen kann, ist bereit für neue Ufer! Und wer nach unten sieht, dem wird schlecht. Also dann – ausgeklinkt und ohne Netz oder doppelten Boden flog ich durch die Luft. Den Blick fest auf das Ziel gerichtet, landete ich in einem großen Kletternetz und hielt mich hier mit beiden Händen fest. Souverän wie Spiderman hing ich da zwischen Himmel und Erde. „I believe, I can fly!“ Das war super! „Du gibst uns Schwingen des Adlers“ steht in den Psalmen. So musste sich das anfühlen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gott hatte Wort gehalten. Der Übungsparcour war überstanden und ich hatte seine Power erfahren dürfen! Mein Gottvertrauen war aufgrund dieser Erfahrungen ins Unendliche gewachsen. Wenn ER mit mir ist, was soll mir da passieren! Was soll da jetzt noch kommen?! Her mit der nächsten Herausforderung!  Mutig das Kinn in die Luft gereckt stieg ich die Leiter herab und ging mit dem herausfordernden Blick des Helden auf die Trainerin zu. Die lächelte mir aufmunternd zu und sagte: „Nun, haben Sie alle Handgriffe auf einem Meter zwanzig eingeübt und jetzt dürfen Sie in den eigentlichen Parcours einsteigen. Er befindet sich da drüben, am Ende der langen Leiter auf 15 Meter Höhe. Viel Spaß!„&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, ich muss aufs Klo.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-2264648053614211452?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/2264648053614211452/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2010/02/klettergarten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/2264648053614211452'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/2264648053614211452'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2010/02/klettergarten.html' title='Klettergarten'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-8355420307222819820</id><published>2010-02-07T11:34:00.000-08:00</published><updated>2010-02-07T11:38:19.582-08:00</updated><title type='text'>Horror, Sex und Alienkacke</title><content type='html'>Zunächst möchte ich all die anonymen Besucher meines Blogs begrüßen, die über die Eingabe der Begriffe Horror, Sex und/oder Alienkacke auf dieser Seite gelandet sind. Ich freue mich über jeden neuen Zugriff und bin dankbar, wenn meine Klickrate explosionsartig nach oben geht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bleibt ruhig noch etwas hier und lasst euch sich von mir ein paar Tipps mit auf den Weg geben, bevor ihr wieder ins Web abtaucht und wir uns vielleicht nie wieder begegnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles was man in sich rein lässt hat auch einen Einfluss. Man ist, was man isst und das gilt irgendwie auch für den Geist. Immer nur Horror, Sex und Alienkacke beeinflussen auf Dauer meine Einstellungen und auch mein Verhalten. Wer immer nur Privatsender schaut, verblödet einseitig. Sicher darf man sich von Zeit zu Zeit auch mal eher anspruchslose Unterhaltung reinziehen. Aber wenn ich z.B. überwiegend harte Actionfilme konsumiere, werde ich beim nächsten Konflikt vielleicht versuchen das „gelernte“ an den Mann zu bringen und haue mal ordentlich zu. „Angriff ist die beste Verteidigung“ und „wenn der erste Schlag richtig sitzt, ist vielleicht kein zweiter notwendig“. Aber das funktioniert nur in Hollywood und nicht in Frankfurt-Ost. Zumindest nicht auf Dauer. Natürlich wird nicht jeder zum Schläger, der gerne Actionfilme schaut, aber diese Filme transportieren auf jeden Fall ganz eindeutige Werte: der Starke ist im Recht und „böse“ Gewalt kann man nur durch noch härtere „gute“ Gewalt stoppen. Nebenbei: wer legt eigentlich fest, wer die Guten und wer die Bösen sind?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das gleiche gilt im Prinzip auch für Horror- und Sexfilme. Klar, weiß man, dass das Geschehen auf dem Bildschirm mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat. Aber bei entsprechendem Konsum schleichen sich die Wertvorstellungen, die in diesen Filmen vermittelt werden wie von selbst in unser Hirn und setzen sich dort fest. Wer mit dem Frauenbild der Pornoindustrie auf Brautschau geht, wird sein blaues Wunder erleben, selbst wenn er durch eine rosa Brille schaut. Filme, die einem weismachen, dass Frauen immer wollen und Männer immer können zeigen nicht das echte Leben – auch wenn ich euch enttäuschen muss, Jungs. Außerdem geht es im alltäglichen Zusammenleben nicht nur um das Eine. Manchmal muss auch einfach nur der Müll runter gebracht werden. Es soll sogar Paare geben, die regelmäßig miteinander reden und eine prima Beziehung haben. Etwas, das bei den oben erwähnten einschlägigen Filmen normalerweise nur wenig Raum einnimmt. Falls ihr nun denkt „wenn’s bei der einen nicht klappt, suche ich mir eben die Nächste“, verrate ich euch ein weiteres Geheimnis: weglaufen ist zwecklos. Bei der nächsten Frau wird es nicht anders werden, denn die Frau mag neu sein, aber du bleibst der Alte. Und damit auch deine merkwürdigen Ansichten aus merkwürdigen Filmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Leben ist kein Western und auch kein Action- oder Sexfilm. Und ich wünsche euch allen inständig, das es kein Horrorfilm für euch ist, denn es ist viel mehr und es ist viel schöner. Und wie es ausgeht, hängt ganz allein von euch selbst ab. Ihr seid Regisseur und Hauptdarsteller in einer Person. Das ist doch viel cooler als immer nur Anderen zuzuschauen und die Filmhelden nachmachen. Ihr seid doch selber Originale! Macht eure eigenen Erfahrungen und versucht nicht das Leben in ein Hollywood-Klischee zu pressen. Das echte Leben ist nur dann langweilig und bescheuert, wenn man versucht, es unter unrealistischen Vorgaben zu leben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-8355420307222819820?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/8355420307222819820/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2010/02/horror-sex-und-alienkacke.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/8355420307222819820'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/8355420307222819820'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2010/02/horror-sex-und-alienkacke.html' title='Horror, Sex und Alienkacke'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-6127932747256420266</id><published>2010-02-07T11:28:00.000-08:00</published><updated>2010-02-07T11:34:40.580-08:00</updated><title type='text'>Sucht im Quadrat</title><content type='html'>Vielleicht bin ich ja schon leicht paranoid, aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass immer mehr profitgierige und skrupellose Geschäftemacher versuchen, uns sogenannte „Verbraucher“ für dumm zu verkaufen. Das beginnt damit, dass man uns als dumm diskriminiert, wenn wir unsere Unterhaltungselektronik nicht in bestimmten Läden erwerben, obwohl diese Läden längst nicht – wie behauptet – die günstigsten Angebote anbieten und es setzt sich fast beliebig fort. Der beste Kunde ist der offenbar der Kunde, der vom Hersteller in irgendeiner Form abhängig ist. Sei es, weil es keine anderen Möglichkeiten gibt, das Gewünschte zu bekommen, sei es weil das Produkt auf Dauer abhängig macht. Man glaubt gar nicht, wie unfrei man wird, wenn man erst mal richtig abhängig ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor einigen Tagen war ich mal wieder geschäftlich unterwegs. Da ich mittlerweile solche Termine gerne mit der Bahn wahrnehme, kam ich in den Genuss eines merkwürdigen Schauspiels: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stand in Mannheim an einem Bahnsteig und wartete auf meinen ICE, als mir eine Frau auffiel, die ebenfalls am selben Bahnsteig, etwas weiter abseits zu warten schien. Die Frau stand rauchenderweise ganz alleine in einem Quadrat, das mit leuchtend gelber Farbe auf den Boden gemalt war. Vor ihr wuchs ein Aschenbecher aus dem Boden und über ihr hing ein Hinweisschild mit der Aufschrift „Raucherbereich“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum stellt sich die Frau freiwillig in so ein Quadrat? Das erschien mir in diesem Moment so,  so, als  ob man mit einem Schild mit der Aufschrift „Ich habe Schweinegrippe“ um den Hals in einen vollbesetzten Zug steigt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, dachte ich bei mir – niemand macht sich freiwillig zum Außenseiter. Wurde diese junge Frau vielleicht gezwungen? Von der Tabakindustrie verführt und über Jahre gefügig gemacht, bis sie bereit war, sich willenlos hier in der Quadratestadt ins gelbe Quadrat der Außenseiter zu begeben? – Sozusagen direkt an den postmodernen Pranger? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht hat sie aber auch einfach nur den falschen Leuten vertraut. Denen, die Lügen über Freiheit und Abenteuer verbreiten. Oder hat man ihr etwas in den Tabak gemischt? So dass sie gar nicht merkt, wie bescheuert das rüberkommt, sich dermaßen als einsamer Suchti zu outen? Die markierte Fläche war ja nicht so groß, dass darin ein gemütliches Rauchermeeting mit 20 oder 30 gleichgesinnten Nikotinabhängigen samt kommunikativem Austausch über die schönsten Rehaplätze nach der Lungenoperation hätte stattfinden können. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sorry, ich werde polemisch. Aber ich kann mir nicht helfen, Raucher haben mittlerweile ein schlechtes Image. Auch wenn man ihnen das märtyrermäßige Engagement für die Arbeitsplätze in der Tabakindustrie hoch anrechnen muss. Liebe Raucher, ihr müsst es mir glauben – Rauchen ist weder cool noch sexy. Man  müffelt nach abgestandenem Rauch aus jeder Falte der nikotinvergilbten Klamotten, man muss die Zähne bleichen und den Mundraum im Minutentakt mit Hektolitern wohlriechender Mundwässer spülen und man kann keiner Veranstaltung beiwohnen, die länger als 2 Stunden dauert, ohne in rhythmische Zuckungen zu verfallen. Aber eins stimmt tatsächlich: alles an einem riecht nach Freiheit und Abenteuer – nämlich wie ein qualmendes Lagerfeuer. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liebe Raucher! Macht Schluss damit! Es gibt immer einen Punkt, an dem sich jeder für oder gegen etwas entscheiden kann. Im Prinzip sogar mehrere. Auch wenn es noch so schwer ist. Keiner muss sich von einem Glimmstengel zum Affen machen lassen. Ihr wisst so gut wie ich, dass das nichts mit Genuss zu tun hat. Und schon gar nicht mit Freiheit und Abenteuer. Die einzigen, denen eine Zigarette Freiheit verschafft, sind die Manager, die daran verdienen. Und zwar nur die aus den obersten Etagen. Da wo die Luft zwar dünn, aber rein ist. Vermutlich herrscht dort Rauchverbot! Das einzige Abenteuer beim Rauchen erlebt man, wenn beim Autofahren die brennende Kippe durchs Heckfenster wieder reinfliegt und die Rücksitze brennen. Aber wer will das schon?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lasst euch nicht länger von Leuten belügen, die euch nicht frei sondern abhängig machen wollen. Richtige Freiheit zieht man nicht am Automaten und Abenteuer ist was anderes als mit einer Fluppe im Mundwinkel cool in der Ecke zu stehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-6127932747256420266?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/6127932747256420266/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2010/02/sucht-im-quadrat.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/6127932747256420266'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/6127932747256420266'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2010/02/sucht-im-quadrat.html' title='Sucht im Quadrat'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-7411079497904136653</id><published>2010-01-01T07:54:00.000-08:00</published><updated>2010-01-01T08:13:59.859-08:00</updated><title type='text'>Licht aus Bethlehem</title><content type='html'>In den Weihnachtsferien sind wir mit der ganzen Familie mal wieder für ein paar Tage zu Besuch bei den Schwiegereltern. Die leben in einem kleinen romantischen Städtchen am Neckar. Nach reichlichem Genuss von Festbraten und den unvermeidlichen Weihnachtsleckereien – ich oute mich als Marzipan-Junkie – drängt mein voller Magen gewaltsam auf einen Verdauungsspaziergang („Magen an Großhirn: ich habe hier jede Menge Magensäure und ich werde davon Gebrauch machen“).  Natürlich nicht direkt nach dem Mittagessen. Nein, MEIN Magen wartet bis es dunkel ist und leichter Nieselregen einsetzt. Aber Widerstand ist zwecklos, wenn mir das schöne Essen nicht den ganzen Abend lang übel aufstoßen soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich also rein in den Mantel und raus in die Nacht. Bewaffnet mit MP3-Player und geschützt mit Handschuhen, Schal und Schirmmütze marschiere ich zügig den Berg hinunter in Richtung Stadtmitte. Gleich nach wenigen Schritten wird mir wohler. Die Bewegung tut gut und mein Magen entspannt sich. Das Völlegefühl – offenbar wichtiger Bestandteil unserer gutbürgerlichen Weihnachtsfeiern – verabschiedet sich allmählich. Warum muss man eigentlich gerade an Weihnachten so viel essen? Oder besser: warum gibt es nur an Weihnachten all diese fantastischen Sachen zu essen? Da kann ich nicht ablehnen. Außerdem ist die Gemeinschaft mit der Familie etwas schönes und Essen in Gemeinschaft wirkt appetitfördernd – das ist allgemein bekannt. Da haben wir's: ich kann also gar nichts dafür.  Ich bin nun mal ein kommunikativer Mensch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Musik aus dem MP3-Player untermalt auf angenehme Weise die festlich beleuchteten Fachwerkhäuser und ich wandere scheinbar ziellos durch die Altstadt bis zum Neckarufer. Der Fluss hat leicht Hochwasser. Kein Wunder bei dem Wetter in den letzten Tagen. Aber ich nehme den dauernden Nieselregen kaum wahr. Nach einer Weile lenke ich meine Schritte zurück in die Stadt. Irgendwann stehe ich vor einem fast lebensgroßen Kruzifix, der vor der katholischen Kirche aufgestellt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tja – war wieder nix mit Besinnung in der Adventszeit. Wie üblich, gab es pünktlich ab dem ersten Advent wieder so viel dringendes zu tun, dass ich am 24. relativ besinnungslos in die Weihnachtsfeiertage gestolpert bin. Nun stehe ich quasi Auge in Auge mit dem Geburtstagskind und mir wird bewusst, dass die eigentliche Hauptperson des Weihnachtsfestes auch in diesem Jahr nur eine Nebenrolle gespielt hat. Da erst sehe ich die kleine Kerze, die unter dem Kruzifix steht. Vor der Kerze ist ein Infoblatt befestigt. „Licht von Bethlehem“ steht darauf und eine Erläuterung, die besagt, dass dieses Licht über etliche Zwischenstationen an einer Kerze entzündet wurde, die direkt an der Geburtsstätte Jesu in Bethlehem steht. Das beeindruckt mich. In diesem Moment beginnt mein MP3-Player mit dem Lied aus Taizé „Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht, Christus meine Zuversicht, auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht“. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zufall? Timing? Egal! Wie von selbst singe ich leise mit und so wird mein Lied ein Gebet. Eine Weile stehe ich da – im stummen Zwiegespräch mit einer Steinfigur, die mich hier und jetzt an Jesus erinnert hat und irgendwie dazu gebracht hat, hier am späten Abend im Nieselregen eine Weile inne zu halten und dem Geburtstagskind den Platz einzuräumen, der ihm in diesen Tagen zusteht: den ersten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich dann wieder bergauf gestiefelt bin und mich am Tisch bei den Anderen wieder aufgewärmt habe, schmecken auch die guten selbstgebackenen Kekse wieder.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-7411079497904136653?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/7411079497904136653/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2010/01/licht-aus-bethlehem.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/7411079497904136653'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/7411079497904136653'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2010/01/licht-aus-bethlehem.html' title='Licht aus Bethlehem'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-8520521519017586508</id><published>2009-12-18T11:06:00.000-08:00</published><updated>2009-12-19T07:53:56.856-08:00</updated><title type='text'>Oh Tannenbaum …</title><content type='html'>21. Dezember – Weihnachten nähert sich mit Riesenschritten. Ein kurzer Blick in unseren Hof sagt mir, dass wir noch keinen Weihnachtsbaum haben. Als ich das meiner Frau mitteile, antwortet sie lapidar, sie habe das ebenfalls bemerkt. Ich könne ja ausnahmsweise auch einmal einen Teil der Weihnachtsvorbereitungen übernehmen und den Baum besorgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kann ja nicht so schwer sein. Vermutlich bin ich ohnehin einer der letzten und bekomme sicher individuelle Beratung durch geschultes Verkausfpersonal. Wahrscheinlich wird man mir eine Tasse heißen Kaffee anbieten und mich dann durch das frisch aufgefüllte Sortiment üppiger Nadelbäume führen. Das wird ein Spaß! Ich stürze mich also ins Auto und fahre zur nächstgelegenen Verkaufsstelle für Weihnachtsbäume. Dort angekommen sieht es leider so aus, als hätten heute noch mehr Familien bemerkt, dass der Weihnachtsbaum fehlt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich unter Aufbietung sämtlicher Fahrkünste noch eine Parklücke in der Größe eines zusammengefalteten Tempotaschentuchs ergattern konnte, begebe ich mich auf die Suche nach kompetentem Personal. Leider stolpern nur zwei leicht überforderte Fachkräfte auf einem fußballplatzgroßen Terrain herum und beide sind ständig von Kunden belagert. Was soll's – dann mache ich mich eben selbst auf die Suche nach einem geeigneten Schmuckstück für unser weihnachtliches Wohnzimmer. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach etwa zwei Stunden habe ich alle noch vorhandenen Bäume mehrmals auf Tauglichkeit überprüft und kann mich nicht entscheiden. Nicht dass sie alle so wunderschön gewesen wären. Eher das Gegenteil. Auf meinen verzagten Kommentar zur mangelnden Qualität der Ware erhalte ich von einem vorbei huschenden Verkäufer nur ein „da hätten Sie halt früher kommen müssen. Die besten sind längst weg.“ O.k. – hätte ich alleine gar nicht bemerkt. Ich entscheide mich schließlich für einen relativ gerade gewachsenes Exemplar, das nicht nur unten, sondern auch in der Mitte und vereinzelt sogar im oberen Bereich mit Zweigen aufwarten kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stolz fahre ich mit meiner Beute nach Hause, wo mich meine Frau bereits erwartet. Als ich ihr den Baum präsentiere bemerke ich ein leichtes Entgleisen ihrer Gesichtszüge. „Der hat ja zwei Spitzen! Das sieht aber blöd aus! Wie soll man den schmücken? Und besonders gleichmäßig ist er auch nicht!“ Ich gebe den begossenen Pudel und biete an, den Baum umzutauschen. Die verständnisvollste Ehefrau von allen sagt zwar, das sei nicht nötig und man werde schon was draus machen können – ich sehe aber, dass sie etwas anders denkt. Ich also wieder ins Auto und zurück zur Verkaufsstelle. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon beim Einparken sehe ich, das Angebot ist bereits merklich zusammengeschmolzen. Jetzt muss ich meinen Charme ausspielen und gehe mit meinem Baum auf die Verkäuferin zu: „es tut mir leid, aber ich muss diesen Baum umtauschen, wenn ich keine Ehekrise riskieren will.“ Dazu ein möglichst alarmierender Gesichtsausdruck und das Mitgefühl der Verkäuferin ist mir sicher. Sie bemüht sich nach Kräften, mit mir aus dem restlichen Angebot an Nadelgewächsen etwas heraus zu suchen, das Ähnlichkeit mit einem Weihnachtsbaum hat. Immer wieder lehne ich Bäume ab und mache mit betroffenem Geschichtsausdruck deutlich, dass ich mich damit auf keinen Fall zu Hause blicken lassen kann. Die Verkäuferin muss meine Frau mittlerweile für einen mittleren Drachen halten, aber immerhin gibt sie sich so mehr Mühe. Schließlich werden wir fündig und ich lade den Baum ins Auto. Nicht mehr ganz so siegesgewiss präsentiere ich das Gewächs und registriere ein Lächeln auf dem Gesicht meiner Frau. „Na, der ist doch schon viel besser!“  Ich bekomme einen Kuss, dafür, dass ich nochmals losgefahren bin und habe ein schlechtes Gewissen gegenüber der Verkäuferin, denn eigentlich ist meine Frau die Beste. Und Recht hat sie auch behalten – zumindest was den Weihnachtsbaum anbelangt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-8520521519017586508?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/8520521519017586508/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/12/oh-tannenbaum.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/8520521519017586508'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/8520521519017586508'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/12/oh-tannenbaum.html' title='Oh Tannenbaum …'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-854613994768310469</id><published>2009-12-07T00:04:00.000-08:00</published><updated>2009-12-16T14:01:00.616-08:00</updated><title type='text'>Ho, ho, ho …</title><content type='html'>Ich darf wieder den Nikolaus geben. Für die Kindergruppe unserer Gemeinde. Das wird ein Spaß! Ich ertappe mich dabei, wie ich seit Tagen übe, mit tiefer Stimme zu reden. Meine Stimme ist nicht so tief. Wäre ich Sänger, würde ich vermutlich Tenor singen. Wenn ich mir beim Heimwerken mal wieder auf den Daumen haue, schaffe ich sogar Sopran. Also muss ich üben: „Ho, ho, ho – wen haben wir denn da? Das sind aber viele Kinder! Und alle so brav!“ Nein, das wäre gelogen. Ich kenne die Kids ja. Die sind – wie alle Kinder – nicht 365 Tage im Jahr das, was Erwachsene mit „brav“ definieren. Aber wenn der Nikolaus kommt, dann sind sie eigentlich schon brav. Einige sogar schüchtern. Na ich bin gespannt, wie es diesmal wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kinderstunde ist in vollem Gange, als ich mich zum Hintereingang hereinschleiche und in einem kleinen Raum das bereit gelegte Kostüm anziehe. Der rote Mantel erinnert mehr an einen Bademantel als an einen Bischofsmantel. Leider gibt es auch diesmal keine Bischofsmütze sondern nur die rote Zipfelmütze. Also bin ich mal wieder nur der Weihnachtsmann und nicht St. Nikolaus. Jetzt noch rasch das Kissen um den Bauch geschnallt, den großen Wattebart vors Gesicht und schließlich den Sack mit den Geschenken über die Schulter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Betreten des Raumes, in dem die Kinder warten, muss ich mich mit dem unförmigen Sack durch eine enge Tür quetschen, wobei mir der Sack fast von der Schulter rutscht und den roten Mantel so verzieht, dass man vermutlich mein T-Shirt sehen kann, dass ich darunter trage. Aber die Kinder sind gebannt und merken nichts. „Ho, ho ho! Waf ift denn hier lof?“, frage ich mit meiner tiefsten Stimme, wobei mir die Watte des Schnurrbartes in den Mund hängt. Ich versuche die feuchte Watte durch gespieltes Husten an ihren Platz zu blasen, aber sie bleibt gnadenlos an meinen Lippen hängen. Wie die Kinder. Die schauen mich ehrfürchtig an und erwarten weiteren Input. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Feit ihr denn alle auch fön brav gewefen?!“ Die Gruppenleiter können sich ein breites Grinsen nicht verkneifen. Natürlich wird diese Frage mit einem lauten „Ja“ beantwortet. „Na, dann habe ich euch auch waf fönes mitgebracht!“ Und schon bin ich von einer kreischenden Horde umringt, die an mir und dem Sack mit den Geschenken herumzerren. Aber die Gruppenleiter schaffen es, die Kinder in einer Reihe aufzustellen und ich beginne mit der Verteilung der Geschenke. „Kann mir denn jemand von euch ein fönes Gedift auffagen?“, frage ich in die Runde. Da tritt ein kleines Mädchen vor und beginnt: „Nikoläusschen, Zippeläuschen, komm mal her zu mir. Ich pack dich bei der Zipfelmütz und werf dich vor die Tür!“ O.k. – wir müssen unsere Kinder stark machen, damit sie in der harten Welt da draussen später auch bestehen können, denke ich bei mir. Die hier wird bestimmt mal Investmentbankerin. Und höchst vermutlich auch sehr erfolgreich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder zu Hause, schwöre ich mir, das nächst Mal statt diesem Mummenschanz lieber eine Zeit der Andacht und Stille einzuschieben. Aber was wäre, wenn man bis dahin endlich mal ein ordentliches Bischofskostüm auftreiben könnte? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann würde ich's mir nochmal überlegen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-854613994768310469?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/854613994768310469/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/12/ho-ho-ho.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/854613994768310469'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/854613994768310469'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/12/ho-ho-ho.html' title='Ho, ho, ho …'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-856928627524464996</id><published>2009-12-04T05:54:00.000-08:00</published><updated>2009-12-04T06:12:20.219-08:00</updated><title type='text'>Advent heißt Erwartung</title><content type='html'>Adventszeit. Diesmal werde ich mich nicht von der allgemeinen Hektik mitreissen lassen. Diesmal werde ich die Ankunft Jesu in der Welt ganz bewusst erleben. Ich werde mir jeden Tag eine kleine Auszeit gönnen und werde diese Zeit mit Gott verbringen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Voller Vorfreude bereite ich mir eine schöne Tasse Tee, nehme die Bibel zur Hand und zünde eine kleine Kerze an. Ich mache es mir in meinem Lieblingssessel bequem und werfe noch einmal einen kurzen Blick über die Schulter in die Dunkelheit draussen. Dann schlage ich die Bibel auf und das Telefon klingelt. Keiner geht ran, weil ich üblicherweise immer als erster abnehme. Also gut. Ich gehe ran. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist meine Schwester und es geht um die Planung der Weihnachtsbesuche bei den Eltern. Ich will das Gespräch vertagen, aber sie besteht darauf, dass es höchste Zeit sei und sie müsse das noch mit den Anderen abstimmen. Nach 20 Minuten hin und her haben wir einen Konsens gefunden: wir machen es wie jedes Jahr. Also gut. nun zurück zur Bibel. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo der Gartenschlüssel sei, will meine Tochter wissen. Sicher sei er in meiner Hosentasche. Richtig. Aber in der Hose, die sich mittlerweile im Wäschekorb befindet. Ganz schlecht! Wäschekorb durchwühlen, Hose finden, Schlüssel an Tochter weitergeben und wieder gemütlich Platz nehmen. Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, Jesaja. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da steht mein Sohn in der Tür und sagt, er müsse in 5 Minuten beim Training im Nachbarort sein und ich habe ihm versprochen, ihn zu fahren. Versprochen ist versprochen. Als ich zurück komme macht mich die fürsorglichste Ehefrau von allen darauf aufmerksam, dass ich die Kerze nicht gelöscht habe und wie gefährlich das sei. Glücklicherweise sei sie gerade noch rechtzeitig ins Zimmer gekommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich setze mich wieder in meinen Sessel und nippe am Tee. Kalt. Und irgendwie finde ich auch nicht mehr richtig in den Text hinein. Na ja, vielleicht klappt es morgen mit der Besinnlichkeit. Ist ja noch genug Zeit bis Weihnachten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-856928627524464996?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/856928627524464996/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/12/advent-heit-erwartung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/856928627524464996'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/856928627524464996'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/12/advent-heit-erwartung.html' title='Advent heißt Erwartung'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-760210933205600050</id><published>2009-12-02T04:08:00.000-08:00</published><updated>2009-12-02T04:10:56.745-08:00</updated><title type='text'>1. Advent</title><content type='html'>Wenn es dunkel genug ist, reicht schon ein kleines Licht, um erhellend zu wirken.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-760210933205600050?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/760210933205600050/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/12/1-advent.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/760210933205600050'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/760210933205600050'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/12/1-advent.html' title='1. Advent'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-890256597109024640</id><published>2009-11-23T08:01:00.001-08:00</published><updated>2009-11-23T08:09:36.285-08:00</updated><title type='text'>Shopping-Diplom</title><content type='html'>Es begann mit einem spaßigen Geplänkel beim Mittagessen. Wir redeten über die Lust der Frauen und den Frust der Männer beim Einkaufen. Meine Töchter und meine Frau wollten mir nicht glauben, dass es viele Männer gibt, die gerne einkaufen. Wie das oft so ist, schaukelte sich die Sache hoch und gipfelte in meiner (vielleicht etwas vorschnell getätigten) Äußerung, dass zumindest ich an dieser Stelle kein typischer Mann sei, da ich für mein Leben gerne einkaufen ginge (Habe ich das wirklich gesagt?).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es kam was kommen musste: ich wurde darauf festgenagelt und sollte die Probe aufs Exempel antreten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich muss an dieser Stelle einräumen, dass ich tatsächlich ganz gerne mal in die Stadt fahre, um einzukaufen. In dieser Beziehung unterscheide ich mich offenbar wirklich von vielen Männern, die eher mal eben ein Nebengebäude abreißen, als die Partnerin beim Einkauf zu begleiten. Ich streife gerne durch die Läden und Einkaufszentren. Bevorzugt durch Buchhandlungen und Geschäfte, die Unterhaltungselektronik anbieten. Neuerdings auch öfter mal durch einen Baumarkt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir war ja ungefähr klar, dass es diesmal nicht darauf hinauslaufen würde. Der eine oder andere Klamottenladen würde sich nicht umgehen lassen. Da war ich ganz realistisch. Und weil ich auch genau wusste, dass viele Väter sich vor so einer Shopping-Tour drücken, wollte ich diese Einzigartigkeit am Ende auch schriftlich bestätigt wissen. Will heißen: meine Töchter sollten mir – quasi als Gegenleistung – ein Shopping-Diplom  in Form einer Urkunde ausstellen. Da das natürlich an sich schon ziemlich albern ist, haben meine Töchter meinen Zeugnis-Fetischismus ausgenutzt, um die Hürde noch ein wenig höher zu legen, denn ein Diplom ist natürlich nur unter bestimmten Voraussetzungen zu haben. Und die waren hoch:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;• keine abfälligen Kommentare über die ausgesuchte Ware&lt;br /&gt;• kein demonstratives Auf-die-Uhr-schauen&lt;br /&gt;• kein Limit beim Anprobieren von Kleidungsstücken, die man eigentlich gar nicht kaufen will&lt;br /&gt;• keine Beeinflussung in der Auswahl der Boutiquen und Läden&lt;br /&gt;• Minimum 3 Stunden. Alles was darüber liegt, wird im Diplom lobend anerkannt. Alles was darunter liegt, wird ignoriert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war wild entschlossen und habe vermutlich das hintersinnige Grinsen auf den Gesichtern meiner Begleiterinnen zu früh als Anerkennung interpretiert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der nun folgenden Shopping-Tour sollte ich Läden kennen lernen, deren Existenz mir bis dato völlig unbekannt wart. Ich wäre ohne die Begleitung durch meine Töchter in diesen Läden auch aufgefallen wie ein Punk im Nonnenkloster. Das war schlicht Neuland für mich. Ich gehe zweimal im Jahr neue Jeans kaufen und wenn mir dabei ein Pullover oder ein Hemd in den Weg springt, nehme ich es auch noch mit. Anprobiert wird nur, weil ich zu faul bin es umzutauschen, falls es nicht passen sollte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun gut – Hosen sollte man schon anprobieren. Auch wenn das beratende weibliche Personal immer jünger und mein Feinkosthügel immer größer wird. Es gibt nichts peinlicheres als das wissende Nicken einer ca. 25-jährigen Verkäuferin, die nach dem ersten gescheiterten Versuch wortlos ans Regal geht, die Hose mit der nächst größere Bundweite entnimmt und mit einem spöttischen Zucken um die Mundwinkel sagt: „probieren Sie die mal – die sollte besser passen.“ Super! Die nächsten zwei Tage ist Alkohol, Schokolade und alles was sonst noch fett macht, gestrichen. Spätestens dann allerdings treibt mich der innere Schweinehund wieder an den Schrank mit den Süssigkeiten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber das Rendevouz mit einer jungen Jeansverkäuferin blieb mir diesmal erspart. Ich war ja nur als Begleitung dabei. Deshalb hat es mir im ja Grunde Spaß gemacht – auch wenn ich das nicht gleich zugegeben hätte. Es war zwar anstrengend, aber auch sehr lustig. Besonders wenn ich nicht widerstehen konnte das eine oder andere Accessoir selbst zu testen – sehr zum Vergnügen meiner Töchter. Oder wenn ich den Angestellten einer Teeny-Boutique meine Daseinsberechtigung zwischen Kleiderständern voller knapper Tops in Größe XS darlegen musste, weil die Töchter gerade beide in irgendwelchen Umkleidekabinen verschwunden waren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann jedem Vater nur empfehlen, sich ab und zu mal möglichst vorurteilsfrei auf das einzulassen, woran seine Kinder im Teenageralter Freude haben. Das fördert den gegenseitigen Respekt und bewirkt mehr Verständnis für die Jugend als die Lektüre so manches Erziehungsberaters. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende des Tages durfte ich dann mein Shopping-Diplom in Händen halten, das mich als shopping-tauglichen Dad bestätigte. Seitdem huscht immer, wenn ich einen Teeny-Vater mit seiner Tochter in der Stadt sehe, das wissende Lächeln des Profis über mein Gesicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/SwqyB0ZZfyI/AAAAAAAAAis/h7lLuhy8FJI/s1600/H%26M.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 325px; height: 400px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/SwqyB0ZZfyI/AAAAAAAAAis/h7lLuhy8FJI/s400/H%26M.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5407330046926487330" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-890256597109024640?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/890256597109024640/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/11/shopping-diplom.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/890256597109024640'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/890256597109024640'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/11/shopping-diplom.html' title='Shopping-Diplom'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/SwqyB0ZZfyI/AAAAAAAAAis/h7lLuhy8FJI/s72-c/H%26M.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-8936825170782823838</id><published>2009-11-17T03:54:00.000-08:00</published><updated>2009-11-17T03:57:22.840-08:00</updated><title type='text'>Was könnt' ich bloß mal schreiben?</title><content type='html'>Ein Blick auf meine Blog-Performance zeigt mir gnadenlos, dass es mal wieder soweit ist: die Community verlangt Nachschub, denn die Klicks gehen in den Keller. Also frisch auf – ran an den Blog und rein in die Tasten. Die ersten Sätze sind schnell geschrieben, aber eine richtige Idee, wohin das diesmal führen oder worum es überhaupt gehen soll, habe ich eigentlich noch gar nicht. Im Grunde produziere ich gerade Blindtext, den ich für meine nächsten Layouts verwenden kann, aber nicht hier im Blog. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie heißt das hier noch gleich? Geistesgegenwärtig? Der Geist scheint gerade seinen freien Tag zu haben. Mann, Mann , Mann (jetzt bringe ich schon Zitate von Horst Evers) mir fällt nix ein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;War denn gar nichts los in den letzten Tagen? Mieses Wetter und der schöne Altweibersommer hat sich nun endgültig verabschiedet. Es wird wohl noch kälter, denn die Katze schläft tagsüber mal wieder direkt auf dem Heizkörper im Bad. Darauf kann man sich anscheinend verlassen. Das macht sie nicht, an einigermaßen warmen Tagen. Man könnte unsere Katze mit dem berühmten Frosch im Einmachglas vergleichen. Sie braucht zwar keine Leiter, um auf die Heizung zu kommen und wenn sie nach oben geht, wird das Wetter eher schlechter als besser, aber sonst – genau wie bei dem Wetterfrosch. Ich werde das mal beobachten und dann berichten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber was ich wichtiges im Blog schreiben soll, weiß ich immer noch nicht. Boah, was für'n Stress!! Aber was bleibt mir übrig? Ich hab die Sache einmal angefangen und nun muss ich sie auch weiter machen! Ich könnte ja mal im Buch der Bücher spicken. Das hat mir schon oft genug aus der Patsche geholfen. Mal sehen, wo schaue ich denn mal nach – blätter, blätter – ah ja, hier steht was interessantes. Der alte Salomo schreibt: „Jedes Ereignis, alles auf der Welt hat seine Zeit …“ na das klingt doch gut! Dann hat sicher Blogeinträge schreiben auch seine Zeit – oder? Mal weiter lesen: „… Geboren werden und Sterben, Pflanzen und Ausreißen, Töten und Heilen, Niederreißen und Aufbauen, Weinen und Lachen, Klagen und Tanzen, Steine werfen und Steine sammeln, Umarmen und Loslassen, Suchen und Finden, Aufbewahren und Wegwerfen, Zerreißen und Zusammennähen, Reden und Schweigen, Lieben und Hassen, Krieg und Frieden. Was also hat der Mensch davon, dass er sich abmüht? “. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, da hat er wohl recht, der gute Salomo. Und weiter? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„So kam ich zu dem Schluss, dass es für den Menschen nichts Besseres gibt, als sich zu freuen und das Leben zu genießen. Wenn er zu essen und zu trinken hat und sich über die Früchte seiner Arbeit freuen kann, ist das allein Gottes Geschenk.“ &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Na das klingt ja super, oder? Ich glaube, ich mache mal Schluss für heute. Ich muss mich nicht künstlich unter Druck setzen und mir irgendwelche Texte aus der Nase ziehen, nur damit etwas da steht. Es gibt schließlich schon genug verbalen Müll im Internet. Alles hat seine Zeit! Und vielleicht ist ja Morgen die Zeit für geistreiche Blogeinträge! Heute offenbar nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt gehe ich erst mal rüber in die Wohnung und genieße die Früchte meiner Arbeit! Wenn man dem Salomo glaubt, sind die immerhin ein Geschenk Gottes und an Geschenken darf man auch seine Freude haben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kaum zu glauben, was man alles aus der Bibel lernen kann! Sogar dass man sein Leben genießen soll – dann fluppt die Arbeit hinterher um so besser!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-8936825170782823838?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/8936825170782823838/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/11/was-konnt-ich-blo-mal-schreiben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/8936825170782823838'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/8936825170782823838'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/11/was-konnt-ich-blo-mal-schreiben.html' title='Was könnt&apos; ich bloß mal schreiben?'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-7705154849376423427</id><published>2009-10-21T14:33:00.000-07:00</published><updated>2009-11-02T10:31:42.751-08:00</updated><title type='text'>Das Licht der Welt</title><content type='html'>Nun ist sie also endgültig auf der Müllhalde der Geschichte gelandet: die gute alte Glühbirne. Über 100 Jahre hat sie die Welt erleuchtet und nun wurde festgestellt, dass sie dabei mehr Wärme als Licht produzierte und deshalb steht sie als Energieverschwenderin am Pranger. Man könnte sich natürlich die Frage stellen, ob der Welt nicht genau das fehlt: Licht, in Verbindung mit etwas mehr Wärme. Statt dessen bekommen wir nun kaltes Licht, gepaart mit Sparsamkeit und Effizienz. Mehr Lichtausbeute bei weniger Wärme, weniger Energieverschwendung. Deshalb heißt die Alternative zur Glühbirne ja auch Energie-Spar-Lampe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Cartoonisten und Comiczeichner wirft das Verbot der Glühbirne ganz neue Schwierigkeiten auf: die Glühbirne ist weltweit zum Symbol für eine Idee geworden. Wenn einer Figur in einem Comic ein Licht aufgeht, dann ist es immer eine hell strahlende Glühbirne. Was bedeutet es nun, wenn einem eine Energiesparlampe aufgeht? Zumindest wird es länger dauern und zunächst eher ein schummriges Lichtchen als ein helles Strahlen sein. Welche Art von Idee kann das schon sein? Ideen bei deren Entstehung möglichst viel Energie gespart wurde, haben wir doch wirklich schon genug. Die präsentieren uns unsere Politiker regelmäßig. Was fehlt, sind gute Ideen, die nicht schon bei der Entstehung von nörgelnden Kritikern schlecht geredet werden. Was fehlt ist ein geistiges Klima, in dem neue Ideen willkommen sind und eine Chance bekommen, zu Ende gedacht zu werden. Was fehlt, ist Begeisterungsfähigkeit und Ermutigung. Ideen müssen hell strahlen dürfen! Selbst wenn dabei vielleicht mehr Energie im Raum verpufft als in die Umsetzung fließt. Selbst wenn die eine oder andere Idee noch Utopie bleiben muss. Wenn hinter allem immer nur die Frage nach Effizienz und Durchführbarkeit lauert, gehen uns irgendwann die Lichter aus. Dann traut sich keiner mehr mit einer neuen Sache an die Öffentlichkeit, weil er schon im Voraus weiß, dass es wieder zerredet wird. Es hat sich noch nicht genügend herumgesprochen, dass man nicht dadurch groß wird, dass man Andere klein redet. Das macht die Welt nicht heller.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Bibel steht, wir Christen seien das Licht der Welt. Jesus ist wohl der Meinung, wir könnten – mit seiner Botschaft im Gepäck – die Welt aufhellen. Eine Fackel anzünden. Ein Feuerwerk entfachen. Ohne Rücksicht darauf, dass dabei vermutlich viel Wärmeenergie einfach in den Orbit verpufft. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider passt die Metapher Energiesparlampe eher zu uns als die der Fackel, die des Feuerwerks oder die einer Funken sprühenden Zündkerze. Da funkt nix, da zündet nix, da wird genau so über Effizienz und Rentabilität diskutiert, wie in der Wirtschaft und als Ergebnis funzelt man ein wenig mit kaltem Licht in der Gegend herum und wundert sich, dass man die Schäfchen nicht mehr sieht. Dabei beamen wir in den Gemeinden eine Statistik nach der anderen an die Wand und zerbrechen uns den Kopf, wie wir die Menschen dazu bewegen können, den Weg zu uns zu finden – pardon, zu Jesus zu finden. Und wenn's so gar nicht klappen will, dann trösten wir uns damit, dass der Geist ja da weht, wo er will, schauen beeindruckt über den großen Teich auf die dort entstehenden Mega-Gemeinden und versuchen deren „Rezepte“ zu kopieren, die uns hier in Form von Büchern, Kassetten und DVDs verkauft werden.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht müssen wir uns alle – jeder einzelne – zurückverwandeln von effizienten aber zögerlichen Energiesparlampen zu hellen und vor allem wärmespendenden Glühbirnen. Nicht um die Menschen um uns herum zu überzeugen oder zu überreden, oder ihnen so lange auf die Nerven zu gehen, bis sie endlich mal in unseren Gemeinden erscheinen. Nein! Jesus hat das anders gemeint, als er zu seinen Nachfolgern sagte „Ihr seid das Licht der Welt“. Ich vermute mal stark, es ging ihm darum, dass wir durch unser Leben und unsere Taten Licht und Wärme in unserem Umfeld verbreiten. Das geht nicht, indem wir Energie sparen. Dazu müssen wir Energie aufbringen. Wir können vielleicht nicht alle Probleme dieser Welt lösen, aber wir könnten zumindest unser Umfeld ein wenig heller und wärmer machen. Vielleicht, gelingt uns das, indem wir uns gegenseitig ein wenig mehr um einander kümmern, statt möglichst effizient und stromllinienförmig unser Ding durchzuziehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Macht euch mal Gedanken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/Su8j2Cz9qqI/AAAAAAAAAc0/eIJTVKBW8Nc/s1600-h/Energie-Spar-Idee.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 374px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/Su8j2Cz9qqI/AAAAAAAAAc0/eIJTVKBW8Nc/s400/Energie-Spar-Idee.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5399573889615243938" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-7705154849376423427?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/7705154849376423427/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/10/das-licht-der-welt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/7705154849376423427'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/7705154849376423427'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/10/das-licht-der-welt.html' title='Das Licht der Welt'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/Su8j2Cz9qqI/AAAAAAAAAc0/eIJTVKBW8Nc/s72-c/Energie-Spar-Idee.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-574676145836805417</id><published>2009-10-06T03:38:00.000-07:00</published><updated>2009-10-06T03:50:46.072-07:00</updated><title type='text'>Updates</title><content type='html'>Ich gehöre zu den Menschen, die mit ihren technischen Geräten reden. Das gebe ich ganz offen zu. Allerdings beschränke ich mich in der Auswahl meiner Ansprechpartner. Elektrische Einzeller, wie z. B. Bügeleisen oder Toaster spreche ich nicht an. Mein Ansprechpartner ist mein Computer, den ich kumpelhaft „Mac“ nenne. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gegensatz zu Toaster und Bügeleisen redet er ja auch mit mir. Zugegeben, seine Ansprache hat meist einen fordernden, beinahe befehlenden Unterton. Das muss ich ihm noch abgewöhnen. Aber er reagiert fast immer mit Wohlwollen auf meine Ansprache und verrichtet zuverlässig seinen Dienst. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das einzige was mich an Mac stört, sind die unbotmäßigen Forderungen, die er immer dann stellt, wenn ich die Leine mal etwas länger und ihn ins Internet lasse. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sofort schreit er nach Updates! Wie die kleinen Kinder vorm Spielzeugladen. Und wenn man es mit Argumenten versucht („du hattest doch erst letzte Woche ein Update – jetzt ist aber auch mal gut mit den Updates! Irgendwann bekommst du noch Verstopfung!“), dann wird er zickig und droht mit Systemabsturz oder Löchern in der Firewall. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unmöglich!! So kann man doch nicht zusammenarbeiten. Ich komme ja auch damit zurecht, dass Mac nur ein Gigabyte RAM hat und deshalb manchmal etwas länger braucht. Da mache ich gar keine Worte! Im Gegenteil: ich spreche ihm Mut zu und tröste ihn. Und wie bekommt man es gedankt? Kaum treibt er sich wieder im Netz herum und lässt sich die vielen schönen neuen Bits und Bytes um die Nase wehen, da schreit er schon wieder nach Updates. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit die technischen Geräte „intelligent“ geworden sind und scheinbar selbstständig wissen, was für sie und ihre User gut ist, wird der Umgang mit ihnen zunehmend komplizierter. Ich hasse Schreibprogramme, die sich zur „Office-Solution-Software“ aufschwingen und dauernd eigenmächtig Worte in meine Texte einfügen, die ich gar nicht schreiben wollte. Genauso nervt mich der heimliche Abgleich von Registriernummern, der anscheinend immer stattfindet, wenn ich Mac ins Internet lasse. Ich habe keine geklaute Software auf meinem Rechner aber dieses Rumgeprüfe hinter meinem Rücken unterstellt mir genau das. Man redet uns ein, es sei für uns als Kunden doch viel bequemer, wenn das Gerät so intelligent ist, sich selbst ständig auf den neuesten Stand zu bringen. Die Wahrheit ist aber, dass man so aus Kunden Abhängige macht, die irgendwann gezwungen werden, immer neue Updates zu erwerben, da sonst die Technik ihren Dienst verweigert. Noch sind zumindest die Systemupdates kostenlos. Aber ich fürchte, es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir auch hierfür zur Kasse gebeten werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit muss jetzt Schluss sein! Deshalb habe ich neulich Mac damit gedroht, ihn nie mehr ins Netz zu lassen, wenn er nicht damit aufhört, ständig um Updates zu betteln. Daraufhin hat er meinen Mailspeicher gelöscht und ich kann nun meinen Kunden erklären, warum ich die Mails der letzten 4 Wochen nicht bekommen habe (obwohl ich teilweise bereits auf eben diese Mails reagieren musste). Wie peinlich! Seitdem hat sich unser Verhältnis ziemlich abgekühlt. Ich kann Mac nicht mehr völlig vertrauen! In letzter Zeit blinkt das Aktivitätslämpchen am DSL-Modem immer häufiger, ohne dass ich etwas up- oder downloade. Von Mac bekomme ich längst keine Anfragen mehr, ob er sich ein Update downloaden darf. Ich fürchte, er umgeht mich. Ich ertappe mich schon dabei, wie ich mir Prospekte meines Hardware-Dealers anschaue. Natürlich so, dass Mac es nicht bemerkt. Auf dem Klo zum Beispiel. Aber jedesmal danach stürzt das Betriebssystem ab. Ob Mac heimlich eine Kamera auf meinem Klo installiert hat? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf jeden Fall macht es mir keinen Spaß mehr, das eigene Büro zu betreten, wenn ich das Gefühl habe, dass mein Rechner sich gegen mich verschworen hat. Ich fürchte, ich muss die Notbremse ziehen, bevor Mac die Festplatte löscht, vulgäre Mails an meine Kunden schickt, oder sich mit dem Kühlschrank verbündet. Bin ich der Chef oder nicht? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde gleich morgen ein Foto von einem ausgeschlachteten Personal Computer machen und das werde ich ihm per USB quasi intravenös einimpfen. Damit er weiß, was ihn erwartet, wenn ich mir so ein neues junges Ding aus dem Prospekt anlache. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal muss man zu drastischen Maßnahmen fähig sein, wenn die Dinge aus dem Ruder laufen. Wollen doch mal sehen, wer der Herr im Hause ist.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem beschleicht mich zunehmend das ungute Gefühl, dass es gar nicht die Geräte sind, die uns hier bevormunden, sondern die Ingenieure und Vertriebsmanager, die mit der Erfindung des Personal Computers den Sprung von den Büros in die Privatwohnungen geschafft haben und nun nicht mehr nur Firmen, sondern möglichst jeden Haushalt unter Kontrolle bringen wollen. Vielleicht sollten wir – bei aller Begeisterung, die auch mich regelmäßig befällt – ein wenig kritischer mit all dem technischen Spielzeug umgehen und uns selbst immer wieder hinterfragen, ob man jedem neuen technischen Hype auf den Leim geht oder nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spätestens, wenn mein Fön mich darüber belehren will, wie oft und mit welchem Shampoo ich mir die Haare zu waschen habe, wandert er in die Mülltonne. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das weiß er auch, denn bis jetzt hat er die Klappe gehalten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-574676145836805417?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/574676145836805417/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/10/updates.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/574676145836805417'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/574676145836805417'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/10/updates.html' title='Updates'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-4064342281615621627</id><published>2009-09-14T23:49:00.000-07:00</published><updated>2011-08-05T07:32:44.744-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ahoi-Brause'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Déjà-vu'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Tochter'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kindheit'/><title type='text'>Déjà-vu</title><content type='html'>Neulich habe ich zufällig ein Foto meiner ältesten Tochter in die Hände bekommen, das sie auf ihrer Interrail-Tour beim Schlecken von Ahoi-Brause zeigt. Den kleinen Finger in das Tütchen stippend und auf dem Gesicht bereits den unverkennbaren Ahoi-Ausdruck – irgendetwas zwischen belustigt und angewiedert. Man sieht deutlich wie sauer die Brause ist und muss unwillkürlich schmunzeln. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-b5no8f5F7e4/Tjv-6B8vZPI/AAAAAAAAAuI/VBbuZNQHHcU/s1600/Carina_Ahoi.jpg" imageanchor="1" style="margin-left:1em; margin-right:1em"&gt;&lt;img border="0" height="267" width="400" src="http://1.bp.blogspot.com/-b5no8f5F7e4/Tjv-6B8vZPI/AAAAAAAAAuI/VBbuZNQHHcU/s400/Carina_Ahoi.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mehr noch: ich hatte fast umgehend ein Déjà-vu aus meiner Kindheit. In den 70ern war Ahoi-Brause Kult und billiges Vergnügen. Für ein paar Pfennig gab's die Tütchen mit dem munteren Matrosen am Kiosk und wir kratzten regelmäßig unsere Groschen zusammen, um eine oder mehrere dieser Tütchen zu erstehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gab verschiedene Arten des Verzehrs: die Vorsichtigen stippten nur einen angefeuchteten Finger hinein, manche schütteten sich das Pulver auf die Hand und schleckten die Prickelbrause aus der hohlen Hand. Quasi von der Hand in den Mund. Von der ungewaschenen Hand natürlich. Die ganz Mutigen aber, die gaben sich das Pulver auf Ex. Ich brauche nur daran zu denken, da spüre ich schon, wie die Brause im Mund aufschäumt und der Schaum fast durch die Nase quillt –  die Geschmacksnerven bäumen sich auf wie ein Rodeopferd mit Dornen unterm Sattel. Die Einnahme von Ahiobrause in dieser Form war oft begleitet von extatischem Gehüpfe und mühsam unterdrücktem Gebrüll, was von außen vermutlich wie ein indianischer Regentanz aussah. Es war herrlich! Sowohl der Genuss der Brause als auch das Schauspiel der herumhüpfenden Ahoi-Junkies. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und jetzt schaue ich mir das Photo an und sehe meine eigene Tochter, mit demselben Gesichtsausdruck wie ich damals. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal tut es gut, wenn einem bewusst wird, dass man selbst als Kind oder Jugendlicher an denselben Dingen Spaß hatte wie die eigenen Kinder heute. Ahoi ist generationenübergreifend Kult. Auch wenn meine Tochter auf dem Bild „nur“ vorsichtig stippt – vielleicht kann ich sie ja mal zu einem Ahoi-Duell herausfordern und dann wollen wir mal sehen, wer es schafft, ohne mit der Wimper zu zucken, eine oder mehrere Packungen auf Ex einzuwerfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, ich seh' mal nach, ob wir noch Ahoi-Brause im Schrank haben – ich muss trainieren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-4064342281615621627?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/4064342281615621627/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/09/deja-vu.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/4064342281615621627'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/4064342281615621627'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/09/deja-vu.html' title='Déjà-vu'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-b5no8f5F7e4/Tjv-6B8vZPI/AAAAAAAAAuI/VBbuZNQHHcU/s72-c/Carina_Ahoi.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-741445516687205075</id><published>2009-09-01T09:47:00.000-07:00</published><updated>2009-09-15T00:01:03.219-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Konsumverweigerung'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Konsum'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Zufriedenheit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kaufrausch'/><title type='text'>Bin ich blöd, wenn ich mal nix kaufe?</title><content type='html'>Weil wir Deutschen Verbraucher ja zum Glück die Weltwirtschaftskrise quasi ignoriert haben so gut es ging, quellen unsere Briefkästen nach wie vor Woche für Woche über mit den vielen Werbeblättern. Gnadenlos billige Sonderangebote zu 0% Finanzierung, so dass eigentlich jeder blöd ist, der nicht sofort kauft. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Blöd will ich nicht sein. Wer will das schon? Also geh ich auch mal hin – nur mal gucken. Bereits einige Straßen vor dem Ort des Geschehens bildet sich ein Stau, denn der Parkplatz ist bereits besetzt. Nach Stunden geduldigen Wartens, unterbrochen von Anfällen rhythmischen Hupens durch meinen Hintermann, komme ich dann irgendwann im gelobten Land der billigen Schnäppchen an. Im Geschäft erwartet mich hektisches Treiben: alles ist proppenvoll und die Massen schieben sich durch die von Regalen flankierten Gänge. Ich mittendrin. Werde von Aktionstisch zu Aktionstisch geschoben und greife hier und da einfach mal spontan zu. Ist echt billig das Zeug. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der Kasse habe ich dann für 350 Euro Sachen gekauft, die ich mir nie gekauft hätte, wenn nicht alles so gnadenlos günstig gewesen wäre. Dadurch habe ich gut und gerne 200 Euro gespart. Zu Hause suche ich dann nach Platz für den Kram und räum' den gleich ordentlich weg, weil ich das Zeug vermutlich nie benutzen werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends macht mir die klügste Ehefrau von allen dann klar, dass ich statt der 200 Euro sogar 350 Euro hätte sparen können, wenn ich gar nix gekauft hätte. Boah! Das wär aber so'n richtiges Schnäppchen gewesen. Also beim Einkaufen macht der schlauesten Ehefrau von allen so leicht keiner was vor!  Da kann Mann noch was lernen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kreativ wie ich bin, kommt mir gleich ein Geistesblitz, wie ich demnächst unglaubliche Summen sparen kann. Nach einer Woche ist es dann so weit: die Zeitung ist wieder voll mit Sonderaktion und wer nicht blöd ist, soll unbedingt sofort kommen und kaufen. Ich marschiere auch wieder hin. Aber diesmal gehe ich gar nicht erst rein, sondern baue einen bequemen Campingstuhl auf und setze mich mit einem Buch und was zu trinken vor den Laden. Vor mich stelle ich ein großes Schild mit der Aufschrift: „Weil ich nicht blöd bin, bin ich mit dem zufrieden, was ich hab und spar' auch noch den Schnäppchenpreis!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuerst beachtet mich niemand und die Massen strömen wie gewohnt in den Konsumtempel. Es macht Spaß, den Leuten zuzuschauen. Manche Leute amüsieren sich über mich, andere betrachten zuerst mich, lesen mein Schild und dann betrachten sie ihren Einkauf, gehen wieder hinein und lassen sich ihr Geld zurück geben. Nachdem das wohl ein paar mal der Fall war, bekomme ich Besuch vom Filialleiter persönlich.  Er will mich wegschicken und beschuldigt mich, ihm mit meiner Zufriedenheit sein Geschäft zu ruinieren. Da ich mich aber nicht auf seinem Privatgelände befinde, kann er gar nix machen. Er beschwört mich und macht mich verantwortlich für alle Arbeitslosen im Einzelhandel. Ich versuche ihm klar zu machen, dass ich gar nichts gegen ihn habe, nur dagegen, dass er meint, dass ich blöd bin, wenn ich nicht irgendwas kaufe, was ich gar nicht brauche. Aber er versteht mich nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bald kommen die ersten und bringen ihre Campingmöbel mit. Einer hat Würstchen mit Kartoffelsalat, ein anderer was zu trinken. Das wird 'ne Spitzenparty hier vorm Laden. Wir bemitleiden die armen, schwer bepackten und gestressten Einkäufer und bieten Getränke an. Nach ein paar Stunden fröhlichen Nicht-kaufens kommt die Polizei und fragt uns was das hier werden soll. Weil aber Würstchen essen und nicht-alkoholische Getränke auf dem Gehweg nicht verboten ist, solange man niemanden behindert, können die gar nix machen, nehmen jeder ein Würstchen und ziehen wieder ab. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen Abend rechnen wir aus, was wir heute so gespart haben und freuen uns über das viele Geld. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es lohnt sich doch, mal genau zu überlegen, was man wirklich braucht und was nicht. Manchmal merken wir schon gar nicht mehr, wie man uns austrickst, damit wir fleißig konsumieren. Was Neues kaufen macht Spaß – keine Frage. Geiz ist nicht geil! Die Wirtschaft soll schon florieren. Aber wenn ich Kaufen als Kick brauche, um mich wohl zu fühlen, läuft was verkehrt. Und wenn ich so penetrant zu Kaufen animiert werde, dann vergeht mir der Spaß am Geld ausgeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen treffen wir uns wieder und sparen weiter …&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-741445516687205075?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/741445516687205075/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/09/bin-ich-blod-wenn-ich-mal-nix-kaufe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/741445516687205075'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/741445516687205075'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/09/bin-ich-blod-wenn-ich-mal-nix-kaufe.html' title='Bin ich blöd, wenn ich mal nix kaufe?'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-3873331682098454327</id><published>2009-08-18T13:18:00.000-07:00</published><updated>2009-11-24T00:32:17.878-08:00</updated><title type='text'>Salzstängelchen</title><content type='html'>Als ich noch klein war – also so richtig klein – muss wohl so vor der Einschulung gewesen sein, da haben mich meine, damals noch jungen Eltern ab und zu abends allein zu Haus gelassen, um mal aus zu gehen. Es gab wohl damals noch nicht so viele nette Teenager, die sich etwas als Babysitter dazuverdienen wollten und den Kleinen jedes mal zu Oma bringen ging wohl auch nicht. Also gab es öfter mal „Rainer allein zu Haus“ – Director's Cut, Life. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt könnte man meinen, das hätte unserer Beziehung geschadet und ich hätte da schwer gelitten. War aber wohl nicht so. Meine Eltern waren ja keine Rabeneltern. Vermutlich waren sie ja auch nicht lange fort. Ich hatte wohl auch nix dagegen, dass die mal unterwegs waren. Die einzige Bedingung, die ich ihnen stellte, war, dass sie mir genügend Salzstängelchen bereit stellten. Falls ich Hunger haben sollte, wenn sie fort sind. Das haben sie dann auch immer brav getan. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich eine prägende Erfahrung in meinem Leben gemacht habe, dann, dass man sich auf Salzstängelchen verlassen kann. Die waren immer da. Auch wenn sonst nix und niemand da war. Vielleicht mag ich deshalb heute noch Salzgebäck so gerne. Da hat sich bei mir eine ganz breite Synapsenautobahn gebildet: auf Salzstängelchen kann man sich verlassen. Das hat sich mir quasi in die Großhirnrinde graviert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht wie Hustenbonbons. Die waren nicht immer da. Nur wenn's mir dreckig ging. Und auch nicht wie Lebertran. Der war zwar öfter da als mir lieb war, aber der hätte ruhig auch wegbleiben können. Nee, nee – mit Salzstängelchen konnte so leicht nix mithalten. Selbst Schokolade war zwar ab und zu da, war auch immer ganz gut, aber das mit der Schokolade war damals leider eher so 'ne leicht klebrige Beziehung und wenn sie mal da war gab's öfter auch Ärger, weil sie überall ihre Spuren hinterließ bevor sie wieder weg war. So auf den Möbeln oder sogar im Bett. Ähnlich wie Eis. Das war am Schluss meistens auch eher flüssig und verteilte sich immer genau dahin, wo es nix zu suchen hatte. Da waren die Salzstängelchen schon besser. Die haben sich höchstens mal im Bett verkrümelt und haben einen dann beim Schlafen genervt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wie komm ich da jetzt drauf? Komisch – was einem so alles im Kopp rumgeht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber heutzutage fragt man sich schon manchmal, auf was man sich eigentlich noch verlassen kann. Viele Institutionen, die früher mal quasi Synonym für Vertrauenswürdigkeit, Seriosität und Verantwortungsgefühl waren, haben im wahrsten Sinn des Wortes ihren Kredit verspielt. Auf wen oder was kann man noch vertrauen, wenn um einen herum alles wackelt und kippt? Das fragen sich Viele in diesen Tagen. Gut, wenn man dann eine Antwort hat. Natürlich denke ich da heute nicht mehr unbedingt an Salzstängelchen. Da gibt es mittlerweile andere Instanzen, auf die ich mich verlassen kann. Und bisher bin ich auch noch nicht enttäuscht worden – von ganz oben. In der Bibel steht dazu:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Deshalb können wir voller Vertrauen bekennen: Der Herr hilft mir, und ich brauche mich vor nichts und niemandem zu fürchten. Was kann mir ein Mensch schon antun?" (Hebr 13,6) oder auch „Herr, wer dich kennen lernt, der wird dir gern vertrauen. Wer sich auf dich verlässt, der ist nie verlassen“. (Ps 9,11) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und warum sollten wir Gott mehr vertrauen als den Menschen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Setzt euer Vertrauen nicht auf Männer, die Einfluss haben und Macht ausüben! Sie sind vergängliche Menschen wie ihr und können euch nicht erretten“. (Ps 146,3) Eigentlich logisch – oder? Gut dass das geklärt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich könnte ja mal nachsehen, ob noch Salzstängelchen im Schrank sind …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/SwuZswHGwNI/AAAAAAAAAjc/1Mlj9Pd4fxI/s1600/Salzst%C3%A4ngelchen.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 373px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/SwuZswHGwNI/AAAAAAAAAjc/1Mlj9Pd4fxI/s400/Salzst%C3%A4ngelchen.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5407584771696410834" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-3873331682098454327?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/3873331682098454327/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/08/salzstangelchen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/3873331682098454327'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/3873331682098454327'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/08/salzstangelchen.html' title='Salzstängelchen'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/SwuZswHGwNI/AAAAAAAAAjc/1Mlj9Pd4fxI/s72-c/Salzst%C3%A4ngelchen.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-375341722294820472</id><published>2009-07-29T09:30:00.000-07:00</published><updated>2009-11-02T10:26:27.293-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Was man braucht'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Ferien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Urlaub'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sachen packen'/><title type='text'>Was ich alles brauche …</title><content type='html'>Endlich Urlaub! Die erste Vorfreude stellt sich ein, denn das Projekt „Koffer packen“ steht an. Was brauche ich alles? Mal logisch nachdenken – wo geht's hin? Ostsee! Klar, dann brauche ich Badehose, Taucherbrille, Flossen, Schnorchel, Schippe, Fangnetz und Becherlupe. So – was werden wir sonst noch so alles anstellen? Fahrradfahren! Also her mit dem Fahrradhelm und den gleichnamigen Handschuhen, die meine zarten Designerhände vor garstigen Blasen schützen sollen. Und natürlich eines dieser schmucken Radrenn-Trikots samt Radfahrerhose mit der superbequemen Schaumstoffeinlage mit dem deLuxe-Fahrgefühl. Vermutlich hat man mir nur die Hobby-Version angedreht, denn das Profi-Trikot von Lance Armstrong hat nicht so eine hässliche Ausbuchtung oberhalb der Gürtellinie. Was soll's!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So das wär's eigentlich – nee, halt! Was ist mit schlechtem Wetter? Soll's dort oben an der Küste ja öfter mal geben. Also da brauche ich Lesestoff. Was zum Entspannen und natürlich ein wenig Weiterbildung – die letzten acht Hefte meiner Fachzeitschrift, die ich noch nicht gelesen habe und so drei bis vier Romane – man weiß ja nie, worauf man dann tatsächlich Lust hat, wenn's mal regnet. Ein Sachbuch sollte ich auch noch einpacken. Das bin ich meinem Intellekt schuldig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach du meine Güte! Fast hätte ich meine Fotoausrüstung vergessen!! Ohne Urlaubsbilder weiß man hinterher ja kaum noch wie es überhaupt war! Außerdem brennt der gesamte Freundeskreis doch schon lange auf den lustigen Abend mit Nüsschen, Bier und Urlaubsbildern. Also dann: Fototasche, Stativ, Blitzlampen,  Studioblitzanlage (für schlechte Lichtverhältnisse in Museen oder Kirchen) – sonst noch was? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Klar! Mein Zeichenzeug. Ich will mich im Urlaub ja entspannen. Das geht am Besten mit einem Zeichenblock in den Dünen! Na dann, Staffelei, Zeichenblock, Skizzenbuch, Pinsel, Stifte, Wasserbehälter, Aquarellkasten. So, das war's jetzt aber – oder?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Die frisch gewaschenen Unterhosen und Socken sind noch im Wäschekorb! Nimm dir bitte von dort, was du für die Reise brauchst!“, höre ich die fürsoglichste Ehefrau von allen rufen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;KLAMOTTEN! Die brauche ich ja auch noch!! Also dann: neun Unterhosen und neun paar Socken, zwei lange und drei kurze Hosen, plus die Hose, die man auf der Fahrt trägt. Dann noch neun Unterhemden und neun T-Shirts – gut, das erscheint mir zu viel – also 8 T-Shirts. Drei Hemden und vier Pullover. Eine Windjacke, eine Regenjacke und noch zwei Kappen gegen die Sonne. Welche Schuhe nehme ich mit? Zum Glück habe ich als Mann da nicht so viel Auswahl: Wanderschuhe, Sportschuhe und die Birkenstock-Latschen. Das muss reichen. Stopp! Jetzt hätte ich fast wieder die Regentage vergessen: also noch rasch Gummistifel, Ostfriesennerz und Südwester gerichtet – dann falle ich unter den Einheimischen auch nicht als Tourist auf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile befinde ich mich auf einer winzigen Insel freien Raumes inmitten all der Dinge, die ich im Urlaub dringend benötigen werde und krame mein Handy hervor. „Hallo? Ist da die Hängervermietung? Ja, ich hätte gerne einen von den großen Hängern mit Plane für den Urlaub gemietet. O.K. Ja geht klar. Ich komme bis 16.00 Uhr vorbei und hole ihn dann ab.“ Ich muss ja auch an den Rest der Familie denken. Und wenn die nur ein klein wenig Erbmasse von mir abbekommen haben, dann reicht unser kleiner Kombi bei Weitem nicht aus. Gut, dass ich für alle mitdenke. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da betritt die vernünftigste Ehefrau von allen den Raum und fragt mich, ob das hier mein Ernst sei. Der Rest der Familie habe es geschafft, alles Wichtige in jeweils einen einzigen Koffer zu packen. Das sei die Vorgabe für alle. Meinen halbherzigen Versuch für mich als Familienoberhaupt die Mindestgrenze zu verdoppeln quittiert die geduldigste Ehefrau von allen mit dem Blick, der keine Widerrede zulässt. &lt;br /&gt;Nachdem sie mich darauf hingewiesen hat, dass unser Auto gar keine Anhängerkupplung besitzt, rufe ich den Hängerverleih an und storniere den Anhänger. Der Mensch am anderen Ende der Leitung hat Verständnis für meine Situation. Ich sei heute bereits der fünfte, der einen Hänger mietet und storniert. Das sei in Ferienzeiten ganz normal. Ich bin beruhigt und wende mich wieder dem Projekt „Koffer packen“ zu – diesmal rückwärts. Nach einigen Stunden habe ich es tatsächlich geschafft, alles was ich garantiert  wirklich unbedingt dringend im Urlaub brauchen werde in eine einzige Tasche von fast normalen Ausmaßen zu packen. Manchmal lohnt es sich, darüber nachzudenken, was man braucht und was nicht. Ich bin überrascht, wie wenig man eigentlich braucht, um eine Woche Urlaub zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unterwäsche und Zahnputzzeug kann man sicher auch vor Ort kaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/Su8kJKjqJVI/AAAAAAAAAc8/JjbHPUXmGeg/s1600-h/Urlaub_Packen.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 363px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/Su8kJKjqJVI/AAAAAAAAAc8/JjbHPUXmGeg/s400/Urlaub_Packen.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5399574218111853906" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-375341722294820472?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/375341722294820472/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/07/was-ich-alles-brauche.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/375341722294820472'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/375341722294820472'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/07/was-ich-alles-brauche.html' title='Was ich alles brauche …'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/Su8kJKjqJVI/AAAAAAAAAc8/JjbHPUXmGeg/s72-c/Urlaub_Packen.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-7355776845966553033</id><published>2009-07-29T09:18:00.000-07:00</published><updated>2009-11-02T10:27:44.063-08:00</updated><title type='text'>Banale Wohltat</title><content type='html'>Muss mal wieder was zur Post bringen. Ist immer ein kleiner Ausflug hier auf dem Land. Also rein ins Auto und ab zur nächsten Postfiliale. Schon beim Aussteigen bemerke ich diesen dumpfen Beat, der sogar den Boden unter den Füßen leicht zittern lässt. Näher an der Postfiliale steigert sich das unbestimmte Wummern zu einem Höllenlärm, verursacht durch einen einen Bauarbeiter, der seelenruhig über einen Presslufthammer gebeugt, dem ganzen Ort seinen Rhythmus aufdrückt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was nimmt der eigentlich, wenn er bei diesem Job so gechillt aussieht? Ich also nix wie rein in die Post und Tür zu. Bringt aber nicht wirklich was. Drinnen hüpfen die Pakete in der Ablage im Takt des Presslufthammers und die sonst immer nette Dame hinterm Schalter schreit mich an: „&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Was kann ich für Sie tun?“&lt;/span&gt; Höflich wie ich nun mal bin, will ich die gute Frau natürlich nicht anbrüllen und bringe mein Anliegen in normaler Zimmerlautstärke vor. &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;„Ich kann nicht von den Lippen ablesen! Sie müssen schon lauter sprechen – wir haben hier gerade eine Baustelle vor dem Haus!!“&lt;/span&gt; Ach was. Na dann, ich kann auch anders: &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;„Einmal Express bitte!!!!“ „Schon besser!!!!&lt;/span&gt; tönt es zurück. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir das Geschäftliche geklärt hatten versuche ich noch, der Dame mein Mitgefühl auszusprechen. &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;„Sie können einem ja leid tun! Den ganzen Tag hier in dem Lärm!!!!!! Wie soll man da konzentriert arbeiten?“ &lt;/span&gt;Die Antwort haut mich fast vom Hocker: „ Sie sind der Erste, der das so sieht – Sie glauben gar nicht, was ich mir den ganzen Tag von den Kunden anhören muss, wegen der Baustelle. Die tun gerade so, als stünde ich mit dem Presslufthammer hinter der Theke!! Das geht von mies gelauntem Gegrummel bis hin zu persönlichen Beschimpfungen! Als könnten wir hier den Lärm per Knopfdruck an- und abstellen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie bitte??!! Ich dachte, ich höre nicht richtig. Wie sind solche Leute denn drauf? Aber das ist ja bequem: die miese Laune an denen abladen, die gar nicht verantwortlich sind. Diese Leute wissen eigentlich genau, dass es völlig sinnlos ist, sich wegen einer Baustelle aufzuregen, aber sie nutzen die Gelegenheit und lassen ihren Frust gleich mal an der nächstbesten Person, die sich nicht wehren kann, ab. Mit dem Bauarbeiter würden diese Menschen sich vermutlich nicht anlegen. Schon gar nicht mit der Stadtverwaltung, die ja für diese spezielle Baustelle verantwortlich war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mannohmann – warum fällt es den meisten Leuten leichter andere anzumeckern, als sie mal ein wenig aufzuheitern? Man will ja selbst auch nicht dauernd wegen Irgendwas dumm angemacht werden – oder? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier gibt's jede Menge Arbeit für Gegenstromschwimmer: Einfach bei der nächsten Gelegenheit im Supermarkt, auf der Post oder sonstwo mal ein paar nette Worte absondern und warten was passiert.  Es tut euch nicht weh und dem Andern tut's einfach nur gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Bibel steht dazu: &lt;br /&gt;„Sorgen drücken einen Menschen nieder - aber freundliche Worte richten ihn wieder auf.” Sprüche 12, Vers 25 &lt;br /&gt;oder auch&lt;br /&gt;„Redet mit jedem Menschen freundlich; alles, was ihr sagt, soll gut und hilfreich sein. Bemüht euch darum, für jeden die richtigen Worte zu finden.“ Kolosser 4, Vers 6&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/Su8kfFIqZpI/AAAAAAAAAdE/UZ1998k-Wmw/s1600-h/Bauarbeiter.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 361px; height: 400px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/Su8kfFIqZpI/AAAAAAAAAdE/UZ1998k-Wmw/s400/Bauarbeiter.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5399574594613569170" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-7355776845966553033?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/7355776845966553033/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/07/banale-wohltat.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/7355776845966553033'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/7355776845966553033'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/07/banale-wohltat.html' title='Banale Wohltat'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/Su8kfFIqZpI/AAAAAAAAAdE/UZ1998k-Wmw/s72-c/Bauarbeiter.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-7432048456180949207</id><published>2009-06-30T13:31:00.000-07:00</published><updated>2009-07-02T01:33:02.183-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fehler machen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Spaziergang mit Gott'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lob'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Arbeit'/><title type='text'>Lob-Archiv</title><content type='html'>Leider bin ich nicht der Papst. Nicht dass ich auf weiße bodenlange Kleidung stehe, aber er nimmt ja für sich in Anspruch unfehlbar zu sein. Und unfehlbar wäre ich manchmal auch gern. Es ist echt blöde, wenn man Mist baut und es zieht auch sofort die Stimmung in den Keller. Besonders wenn es glasklar ist, dass man ganz alleine für den Mist verantwortlich ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun heute war es mal wieder so weit. Eine Kollegin, die mit mir an einem Projekt arbeitet, überführte mich eines Versäumnisses, das für sie vermutlich eine Wochenendschicht zur Folge hat. Mein Angebot, die Arbeit auf mich zu nehmen lehnte sie mit einem verständnisvollen „Du hast doch so schon genug zu tun!“ ab und goss dadurch noch Brandbeschleuniger in das Feuer, das gerade in mir hochstieg. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß, es war mal wieder mein Hörfehler schuld, der in solchen Momenten den o.a. Satz folgendermaßen an mein Hirn weiter leitete: „Du bist doch so schon überfordert!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht dass sie das gesagt hätte. Aber ich hab's gehört. Was bei mir dann direkt dazu führt, dass sämtliche positiven Erfahrungen meiner Kompetenz aus den vergangenen gut 25 Jahren Berufserfahrung ausgewischt werden wie auf einer Schultafel.  Plötzlich tauchen alle meine versammelten Pannen und Pleiten vor mir auf und machen mir klar, dass ich vielleicht besser meinen Perso wegschmeissen und schon mal die Rente beantragen sollte, so alt wie ich mich dann fühle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber zum Glück habe ich mir eine Notbremse in die Talfahrt eingebaut: mein archiviertes Lob. Es ist ein wenig wie die Trockenblumen im Winter. Nicht so schön wie frische Blumen auf der Wiese, aber sie erinnern einen immerhin daran, dass es wieder Blumen geben wird und dass der Winter auch irgendwann wieder dem Frühling Platz machen muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein archiviertes Lob besteht mittlerweile aus zwei Sammelheftern, in die ich alle positiven Bemerkungen meiner Kunden, die ich für meine Arbeit (z.B. per Mail) bekomme, abhefte. Man glaubt kaum, wie gut es tut, da ab und zu hinein zu schauen. Meine Kunden haben es nicht nötig, mir unbegründet Honig um den Bart zu schmieren und in einer Gesellschaft, in der es offenbar cooler ist, Andere runter zu machen als sie aufzubauen, ist Lob schon lange nicht mehr selbstverständlich. Also darf ich mich echt daran freuen, wenn ich mal gelobt werde. Und weil man das immer so leicht vergisst – besonders, wenn man mal Mist gebaut hat – halte ich es für eine gute Idee, dieses Lob zu zu archivieren. Nicht um mein Ego zu bürsten, sondern um mich zu gegebener Zeit daran zu erinnern, dass ich nicht immer nur alles falsch mache. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist sogar biblisch. Im Psalm 103 heißt es: „Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!“ – das setzt natürlich voraus, dass man weiß, dass die Fähigkeiten, für die man gelobt wird ihren Ursprung nicht unbedingt in einem selbst haben. ;-)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-7432048456180949207?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/7432048456180949207/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/06/lob-archiv.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/7432048456180949207'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/7432048456180949207'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/06/lob-archiv.html' title='Lob-Archiv'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-3164444319683770660</id><published>2009-06-30T13:26:00.000-07:00</published><updated>2009-07-02T01:38:11.371-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Aus-Zeit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Himmel'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Spaziergang mit Gott'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stress'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Arbeit'/><title type='text'>Himmel nochmal!</title><content type='html'>Es war mal wieder einer der Tage, an denen ein Anruf den nächsten jagte und ich überhaupt nicht zum Arbeiten kam. Ständig gab es irgendwelche Fragen von Kunden oder Kollegen – ich kam mir langsam vor wie eine Kläranlage – ganz wichtige Infos, völlig unwichtige Telefonate und viele andere Ablenkungen! Dabei hatte ich selber genug Probleme am Hals – die Abgabetermine für einige Projekte rückten immer näher und ich wurde immer nervöser. Irgendwie mussten meine Kunden das spüren; denn einige der Anrufe offerierten mir neue Aufträge, die aber natürlich alle dringend waren. Ausgerechnet jetzt! Wo ich kaum wusste, wie ich die Arbeiten schaffen sollte, die schon jetzt die Schreibtischbeine zum Einknicken brachte! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum konnten die Aufträge nicht alle schön der Reihe nach kommen – mit gemütlichen Erholungspausen dazwischen? Natürlich freute ich mich über jeden Auftrag. Zumal die allermeisten ja auch richtig Spaß machten. Warum ließ sich das nicht besser steuern? Ich werde schusselig, wenn zuviel auf einmal kommt und dann stolpere ich wie ein nervöses Hühnchen in der Gegend herum, weil ich nicht mehr weiß. auf was ich mich zuerst konzentrieren soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Himmel nochmal!&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Da fällt mein Blick auf einen Spruch mitten in dem Chaos auf meinem Schreibtisch: „Nicht wo der Himmel ist, ist Gott, sondern wo Gott ist, ist der Himmel.“ Der Spruch stammt von Gerhard Ebeling, den ich in diesem Moment in meine ganz persönliche Hall of Fame aufnehme. Denn durch seinen kleinen Aphorismus wurde mir bewusst, was mir im Moment als erstes fehlte: nicht Ruhe vor den Anrufen oder zusätzliche 24 Stunden pro Tag, um alles zu schaffen, was anlag – nein! Mir fehlte ein bisschen Himmel! Den hatte ich nämlich in den letzten Tagen völlig aus den Augen verloren. Was nicht am Dauerregen lag, sondern daran, dass ich mir keine Zeit für Gott genommen hatte. Ich habe mich quasi von ihm weggedreht und nur noch auf die viele Arbeit gestarrt wie das Kaninchen auf die Schlange. Dabei kann ich doch so leicht den Himmel auf Erden haben: ich brauche mich nur Gott zuzuwenden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einfach mal die Stille suchen und mit Gott reden, wie mit einem Freund. Vielleicht bei einem kleinen Spaziergang zwischendurch – der tut auch dem Körper gut. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach so einer himmlischen Auszeit sieht man die Arbeit auch wieder aus einer ganz anderen Perspektive: ich lebe nicht für meine Arbeit, sondern ich arbeite, um zu leben.  So macht es auch gleich wieder Spaß. Hauptsache die Prioritäten stimmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollte ich täglich machen: einen kleinen Spaziergang in den Himmel.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-3164444319683770660?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/3164444319683770660/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/06/himmel-nochmal.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/3164444319683770660'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/3164444319683770660'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/06/himmel-nochmal.html' title='Himmel nochmal!'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-535163056737447858.post-1585533385551420689</id><published>2009-06-30T13:20:00.000-07:00</published><updated>2009-11-02T10:36:03.493-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Auto'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wut'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Stopp-SChild'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Straßenverkehr'/><title type='text'>Faradayscher Käfig</title><content type='html'>Mann oh, Mann war ich mal wieder geladen! Ich war mit dem Auto unterwegs und hatte es – wie eigentlich immer – ziemlich eilig. Vermutlich hatte ich mich nicht rechtzeitig von meinem Schreibtisch losreissen können und nun musste ich die Zeit ausgleichen, indem ich das Gaspedal unseres armen Astras ins Bodenblech prägte. Und natürlich hatte ich wieder jemanden vor mir, der (oder die??!!) vermutlich einen Tag früher zu seinem Ziel aufgebrochen war, um nicht zu spät zu kommen. Zumindest schlich mein Vordermann entsprechend langsam vor mir dahin. Wusste er nicht, dass man man auf dieser Nebenstraße ohne Mittellinie doch eigentlich locker 120 fahren konnte? Oder war sein Gaspedal bei 80 km/h festgeschweisst?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach drei gescheiterten Überholversuchen und zwei Wutausbrüchen, die deutliche Bissspuren im Lenkrad hinterlassen hatten, bog das Fahrzeug vor mir in eine Seitenstraße ab. Nur gut, dass man außerhalb meines Autos nicht hören konnte, welche Bezeichnungen ich dem Fahrer lauthals mit auf den Weg gab! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst beim nächsten Stop-Schild kam ich ins Nachdenken. Vielleicht war es in diesem Moment höchste Zeit, dass mir ein Stop-Schild in den Weg gestellt wurde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Auto ist bekanntermaßen ein Faradayscher Käfig, der uns vor Blitzen und anderen gefährlichen Entladungen von außen schützt. Aber was, wenn die Entladungen von innen kommen? Wer oder was schützt mich vor meinen eigenen Wutentladungen? Wer schützt mich vor dem Adrenalinanstieg, der (künstlichen) Aufregung, dem (selbstgemachten) Stress und der anschließenden schlechten Laune?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Zukunft werde ich um Stop-Schilder und rote Ampeln bitten, wann immer ich bemerke, dass es wieder in mir aufsteigt, dieses Gefühl, dass außer mir nur Deppen auf der Straße unterwegs sind. Und die Aus-Zeit an einer roten Ampel werde ich dann im Gespräch mit dem verbringen, der mich am besten kennt und der mich immer wieder daran erinnert, dass in den anderen Autos um mich herum lauter Leute wie ich sitzen, die sich vielleicht gerade für mich ein paar „nette“ Namen ausdenken…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/535163056737447858-1585533385551420689?l=geistesgegenwaertig.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/feeds/1585533385551420689/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/06/faradayscher-kafig.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/1585533385551420689'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/535163056737447858/posts/default/1585533385551420689'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://geistesgegenwaertig.blogspot.com/2009/06/faradayscher-kafig.html' title='Faradayscher Käfig'/><author><name>Rainer E. Rühl</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06556819970181414262</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='29' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_T-6vO4Q9B58/TJolJdmsK1I/AAAAAAAAArI/NPWYvU3AEIk/S220/Rainer_Vec.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
